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Portugal 2021, Etappenlog

Logbuch Etappe 11:
Finisterra und Costa da Morte

von Enseada del Sandiñero nach A Coruña, Marina Real 

(29.08.2021 - 09.09.2021), Anzahl Tageseinträge: 12

Segelreise vom Cabo Finisterra entlang der Costa da Morte nach A Coruña: Wegen der Grosswetterlage (kein Wind in Galizien) verbrachten wir die Zeit mit Ausflügen an Land, und die notwendigen kurzen Schiffsfahrten geschahen unter Motor. Die meiste Zeit waren wir in Camariña und Muxía und warteten sehnlichst auf das Tief mit dem Wind. Nach dem Frontdurchgang hatten wir unseren Wind und segelten in einem langen Schlag direkt nach A Coruña.


Am Ankerplatz in der Enseada de Merexo (Ría de Camariñas) versucht Elisabeth am Abend nochmals Fische zu fangen.

Enseada del Sandiñero - Enseada de Merexo (Ría de Camariñas), 24 sm.

Wetter: meist bedeckt, nur wenig Sonne, dunstig aber kein Nebel, SW1-2.

Motorbootfahrt um das Cabo Finisterre

Wir hofften, dass der wenige Wind etwas verstärkt würde durch die lokale Thermik. Aber für die Thermik hätte die Sonne scheinen müssen. So mussten wir mit Motorkraft zur nächsten Ría fahren.
Uns kamen sehr viele Segelschiffe entgegen, von allen Nationen, die wollen wahrscheinlich alle zu den Kanaren und in die Karibik. Zum Glück war kein Nebel, so konnte man sich gegenseitig auf Sicht ausweichen und beim Kreuzen zuwinken. Fast alle hatten auf ihrem Seekartenplotter am gleichen Ort ihre Waypoints eingegeben (wie wir auch) und fuhren mit dem Autopiloten auf dem Strich (wie wir auch, nur in die andere Richtung).
Irgendwann bei einem unterseeischen Hügel stoppten wir die Maschine und Elisabeth versuchte ihr Glück beim Fischen. Der Atlantikschwell war allerdings sehr unangenehm, wenn man einfach auf der glatten Meeresoberfläche stillstand, Regina schaukelte gefährlich tief auf beide Seiten, da ist wahrscheinlich auch das Fischen an und für sich nicht lustig.
Von der Wetterprognose her war es nochmals ideal zu ankern. Das hatten aber die vielen Atlantiksegler auch gedacht, die zuhinterst in der Ría de Camariñas lagen, mit dem Fernglas konnten wir gegen 30 Schiffe zählen, das ist ja wie auf dem Campingplatz. Wir fuhren zu einer anderen Bucht etwas weiter weg von der Marina und den Städtchen in dieser Ría, hier waren wir allein, bis am Abend dann noch ein Norweger auch hier ankerte, aber schön weit weg, so dass man immer noch das Gefühl von Alleinsein hat.


In Camariñas, auf den Hafen ausgerichtete Waterfront.

Enseada de Merexo (Ría de Camariñas) - Camariñas, Marina, 2 sm.

Wetter: schön, schwache Winde aus allen Richtungen.

In der Marina Camariñas

Der Ankerplatz war wirklich sehr schön und ruhig, praktisch ohne Schwell, den kleinen Strand und den Wald nebenan, mal steuerbord, mal backbord, je nachdem wie das Schiff gerade stand.
Wir befürchteten, dass die Marina von Camariñas wieder propenvoll sein wird, wenn die südfahrenden Segler von A Coruña kommen, deshalb verliessen wir den schönen Platz bereits gegen Mittag und fuhren gemütlich hinüber, um einen Platz zu ergattern. Wir waren sehr überrascht: Die Marina ist fast leer, problemlos könnten noch 8-10 zusätzliche Schiffe rein. Aber die Ankerbucht vor der Marina war immer noch gut besetzt. Wenn man allerdings die Bucht von der Nähe anschaut, sieht man auch die Grösse, hier hätten noch viel mehr Schiffe Platz. Das mit dem Campingplatz gestern war wohl ziemlich übertrieben.
Wir blieben auf dem Boot und plauderten mit den Nachbarn, das Check-in konnten wir erst nach 3 Uhr machen. Anschliessend machten wir einen Spaziergang durch das Städtchen.
Nach Sonnenuntergang kühlt es jetzt sehr schnell ab. Es ist schön, sich ins noch aufgewärmte Boot verkriechen zu können.


An der Costa da Morte, Blick auf den Leuchtturm vom Cabo Vilán.

Camariñas, Marina - Camariñas, Marina, 0 sm.

Wetter: schön, leichter Wind aus NE.

Mit dem Velo zum Cabo Vilán

Heute brauchten wir wieder mal Bewegung: mit den Velos fuhren wir anfangs auf der geteerten Strasse, die dann bald zur Naturstrasse wechselte, der Küste entlang mit Blick aufs Meer. Wir kamen an zauberhaften Sandbuchten vorbei. Die Wassertemperatur hielt uns aber von einem Bad ab. Die Naturstrasse wurde dann zum Küstenweg mit Sand und zwischendurch ziemlich holprig, nicht so optimal für die Bromptons, die auch mal geschoben oder kurz getragen werden mussten.
Halbwegs zum Leuchtturm kamen wir wieder auf die Strasse. Hier hatte es eine grössere Windfarm, die aber schon etwas älter ist. Die Flügeldurchmesser der 13 Windmühlen betragen 62m, und der Generator befindet sich 55m über dem Boden und sie bringen je 1.3MW.
Cabo Vilán mit dem Leuchtturm war gut besucht und der Parkplatz besetzt. Der Blick aufs Meer und auf mehrere Segelboote, die meisten fuhren nach Süden, war wunderschön. Umgekehrt wird es dann vom Meer aus aussehen, die schaurigen Spitzen der Steilküste mit steinigen Buchten, weit obendrauf ein Leuchtturm: Wir sind hier an der Costa da Morte, viele Schiffswracks säumen die Küste.
Nach einer kurzen, schnellen Abfahrt ging es wieder auf einer holprigen, staubigen Naturstrasse weiter der Costa da Morte entlang. Hier vom Land aus sah es wunderschön aus: rosarote Felsen, zwischendurch ein Sandstrand, türkisblaues Wasser, grüne Bäume und Wiesen. Wanderer kamen uns entgegen, die schon ziemlich müde aussahen, inzwischen war es ziemlich warm geworden.
Wir assen am Strand Praia da Pedrosa auf Felsen sitzend unseren Lunch. Danach beschlossen wir, nicht mehr weiter der Küste entlang auf der Staubstrasse zu pedalen, sondern fuhren auf der geteerten Strasse durch einen Wald zurück nach Camariñas.
Auf und im Boot war es dann auch ungewohnt heiss (26°C) und fast windlos.


Eines der grossen Fischerboote im Hafen von Camariñas.

Camariñas, Marina - Camariñas, Marina, 0 sm.

Wetter: meist bewölkt oder bedeckt, wenig Sonne und wenig Wind aus allen Richtungen.

Gemütlicher Hafentag

Wir bewegten uns heute nur ins Städtchen zum Brotkaufen und um über den Markt zu flanieren. Von den Kleidern, die es dort gab, brauchten wir nichts, auch keine Schuhe oder Unterwäsche. Auch mit Gemüse waren wir noch eingedeckt und in der Markthalle gab es leider keine Makrele!
Wir liessen unsere jungen Nachbarn vom Segelschiff Kemana eine Probefahrt auf unseren Bromptons machen, weil sie noch nie eines von der Nähe gesehen hatten.
Am Mittag gab es einige Regentropfen, aber richtig nass wurde es nicht.
Vor dem Znacht gingen wir noch zu den grossen Fischerbooten gegenüber, die wir immer sahen und hörten und deren Dieselabgase wir riechen konnten. Sie waren aber alle gerade nicht am Entladen, tankten nur Wasser oder füllten Eiswürfel auf. Anschliessend gingen wir über die Hafenmole wieder zurück. Hinauf kamen wir beim Leuchtturm über eine Treppe, hinunter mussten wir über einen Fischernetzberg klettern.
Mehrere Segler kamen an unseren Steg, und am Abend fuhren etliche Ankömmlinge direkt zum Ankerplatz. Wind gab es kaum. Wir schauten immer wieder die verschiedenen Wetterberichte an: Heute, morgen und übermorgen hat es keinen Segelwind.


Von der geankerten Regina in der Bucht Enseada de Merexo (Ría de Camariñas) ruderten wir an den Strand.

Camariñas, Marina - Enseada de Merexo (Ría de Camariñas), 2 sm.

Wetter: bedeckt, sehr dunstig, keine Sonne, praktisch kein Wind.

Wieder beim Ankern: erfolgreiches Fischen

Nach dem Frühstück der aktuelle Wetterbericht: es bleibt beim fehlenden Segelwind, es ist sogar so, dass die Front mit dem Wind vom kommenden Tief erst am Montag kommt (wenn überhaupt).
Am Nachmittag fuhren wir wieder über die Ría auf die andere Seite zum schönen Ankerplatz, wo wir vor drei Tagen schon waren. Diesmal aber machten wir einen Landausflug mit dem Dinghi und ruderten an den nahen Strand. Elisabeth fand noch einige Brombeeren, aber deren Saison ist auch bald zu Ende.
Nach dem Nachtessen war Elisabeth wieder einmal erfolgreich: Gleich zwei Fische konnten kurz vor dem Eindunkeln rausgezogen werden.


Blick vom Monte Corpiño auf Muxía.

Enseada de Merexo (Ría de Camariñas) - Muxía, 1 sm.

Wetter: bedeckt und ohne Wind, am Nachmittag bewölkt, dunstig, sehr wenig Wind.

Monte Corpiño und Muxía

Draussen hatte es zwar keinen Nebel, aber es war grau bedeckt und es hatte keinen Windhauch, das Meer lag glatt vor uns. Das Schiff stand am genau gleichen Ort wie gestern Abend, die Ankerkette ging senkrecht nach unten. Keiner der Windgeneratoren am Horizont bewegte sich.
Eine gute Seemeile entfernt war der nächste Hafen, Muxía (oder auch Mugía geschrieben). Die Marina neben dem kleinen Fischerhafen war praktisch leer. Als wir am Mittag langsam zwischen den Molen hereinfuhren, kam schon die Hafenmeisterin mit dem Velo auf dem Ponton angefahren und half uns beim Festmachen.
Am selben Steg hatte es ein deutsches Schiff mit Kleinkind und schwangerer Frau, die einen Duo-Gen am Heck hatten. Wir konnten ihnen unsere alten Teile und die Ersatzteile unseres ehemaligen Duo-Gen abgeben, die wir sonst irgendwann entsorgt hätten (Duo-Gen: Wellengenerator, der auch zu einem Windgenerator umgebaut werden kann; diesen haben wir seit den Kapverden 2016 nicht mehr).
Am Nachmittag besuchten wir das Städtchen Muxía und bestiegen den Hausberg von Muxía, den Monte Corpiño auf der Halbinsel des Cabo Barca mit dem Schrein von der «Jungfrau vom Schiff». Diese Kirche ist eines der Ziele der Jakobsweg-Pilger, hier aber eher ein Rummel mit vielen Auto- und Bustouristen und Campern.


Aussicht vom Mirador Monte Facho Richtung Norden auf die schöne Costa da Morte und Muxía, hinten am Horizont das Cabo Vilan, das wir vor einigen Tagen besuchten.

Muxía - Muxía, 0 sm.

Wetter: schön, am Morgen windstill, später leichte SW und NW-Winde.

Mirador Monte Facho

Am Morgen war es windstill und wolkenlos und kalt mit sehr viel Tau und beschlagenen Scheiben. Gegen Mittag fuhren wir mit den Velos eine knappe halbe Stunde bergauf nach Lourido, einem kleinen Bergdörfchen, wo wir die Velos abstellten. Auf einem sehr steilen Strässchen wanderten wir zu fuss weiter bis zum Gipfel des Monte Facho. Nun, nicht ganz, die letzten 10 Höhenmeter waren unmöglich zu schaffen, dichtes Dornengestrüpp verhinderte den finalen Aufstieg. Aber beim Mirador, einem schönen Picknickplatz, hatten wir vielleicht die bessere Aussicht auf die Küste hinunter.
Und rund um uns herum hatte es auch mehrere Windturbinen. Eigentlich schon faszinierend, wie hier aus einem lauen Lüftchen Strom produziert werden kann.
Etwas abseits vom Mirador assen wir unser Picknick. Und dann kamen im Laufe des Nachmittags doch einige Autos hier hinauf, die Leute machten wahrscheinlich ein Bild oder Selfie und fuhren dann gleich wieder hinunter.
Im Abstieg, wieder auf dem steilen Strässchen, füllte Elisabeth zwei Dosen mit Brombeeren, diese wuchsen gut am Rand der dichten Macchia und waren von der Strasse aus einigermassen erreichbar. Allerdings stürzte sie bei einem Schlagloch und verstauchte sich den Fuss. Der weitere Abstieg ging gerade noch, zum Glück warteten die Velos für die rasante Abfahrt nach Muxía hinunter.


Genügend Platz auf dem Ponton in der Marina von Muxía für den Winterservice des Dinghi.

Muxía - Muxía, 0 sm.

Wetter: meist schön, grösstenteils windstill, einige Wolken.

Dinghi Winterservice

Vielleicht brauchen wir es nochmals, vielleicht auch nicht: Heute reinigten wir das Dinghi gründlich, liessen die Luft raus bzw. pumpten alle Luft raus (vakuumieren) und rollten es zusammen. So eng zusammengepackt passt es gut vorne vor den Mast und stört die Sicht nicht beim Segeln. Die nächste Etappe ist ja lang und vielleicht auch etwas heftiger als sonst.
Das ewige Schielen auf den Wetterbericht nervt uns schon: Das Tief vom Atlantik kommt nur sehr langsam zu uns und zieht dann gemächlich nördlich vorbei, hat aber eine riesige Regen- und Gewitterfront bei sich. Morgen erwarten wir ein erstes Gewitter und auch sonst feucht-warme Luft (immer noch mit wenig Wind und ab halber Strecke hätten wir Gegenwind), und in der Nacht auf Dienstag kommt dann endlich die Front mit dem Windwechsel. Ob wir dann gleich am Dienstag dem Tief hinterherfahren oder erst am Mittwoch, wenn die Wellen nicht mehr so hoch sind, wissen wir noch nicht, für das konsultieren wir dann weiterhin Wetterberichte.
Die Grosswetterlage ist schon etwas speziell: Das Azorenhoch ist zusammengebrochen, dafür hat es in Mitteleuropa (und in der Schweiz) ein Hochdrucksystem mit schönem spätsommerlichem Wetter. Das übliche Tief über der Iberischen Halbinsel verbindet sich mit dem kommenden Atlantiktief, das sich schon ein Weilchen stationär zwischen den Azoren und Portugal dreht, und verschiebt sich in die Biskaya und nach England. Das ergibt für uns ein Wetterfenster mit achterlichem SW-Wind, der ablandig ist. Und am nächsten Freitag wechselt der Wind wieder auf den hier typischen NE-Wind.


Kloster Moraime bei Muxía.

Muxía - Muxía, 0 sm.

Wetter: meist bedeckt und warm, am Nachmittag und Abend Regen und Gewitter.

Veloausflug Kloster Moraime

Auf einem kleinen Umweg fuhren wir mit unseren Velos zur uralten Kirche Moraime, das früher ein Benediktinerkloster war. Gebaut wurde das Kloster aber schon im 11. Jhd., und es ist offenbar ein wichtiger Teil der galizischen Kultur. Heute wird die Kirche offensichtlich noch genutzt, daneben ist ein aktueller Friedhof. Es gibt hier auch eine Herberge, denn einer der Pilgerwege der Santiago-Wanderer kommt auch hier vorbei. Von diesen Weitwanderern sahen wir recht viele.
Die Mini-Velotour führte uns weiter auf den kleinen Berg oberhalb unseres Ankerplatzes, allerdings war alles so dicht bewachsen, dass wir gar nicht aufs Meer runterschauen konnten.
Kaum «zu Hause» angekommen begann es etwas zu regnen. Allerdings war es noch nicht die angekündigte Front. Erst gegen den Abend hin wurde es dunkel wegen den schwarzen Wolken, und ein heftiges Gewitter zog über den Hafen. Während der ganzen Nacht gewitterte es. Erstaunlicherweise kamen noch recht viele Segelschiffe herein, die meisten vor dem Gewitter, zwei irgendwann in der Nacht.


Im Zentrum des Städtchens Muxía: Uralt und neu/modern treffen sich hier häufig.

Muxía - Muxía, 0 sm.

Wetter: meist bedeckt, teils stürmischer Wind von S, immer wieder Regenschauer.

Hafentag

Immer wieder fegte der Wind durch den Hafen und sorgte dafür, dass sich das Schiff neigte und schaukelte. Es war zwar nicht kalt, aber mit dem Wind und der feuchten Luft war es doch angenehmer im Salon; heute verbrachten wir keine Minute im Cockpit.
Elisabeth war am Morgen noch schnell während einer Regenpause im Supermarkt, und am Nachmittag reichte es auch knapp für einen kurzen trockenen Spaziergang durch Muxía.
Toni verbrachte viel Zeit am Computer und erstellte eine Evaluation für ein neues Funkgerät, da war Einiges an Recherche im Internet notwendig. Das Funkgerät müssen wir in der Winterpause ersetzen lassen. Und auch das PC-Backup bzw. die vielen Bilder mussten wieder einmal auf einem separaten Stick gesichert werden.


Wieder einmal am Segeln, und das gerade richtig: Mit dem Gennaker an der Costa da Morte.

Muxía - A Coruña, Marina Real, 49 sm.

Wetter: meist bewölkt, kleine Regenschauer, SW-W 3-5.

Gennakersegeln entlang der Costa da Morte

Wir liessen uns heute vom Wecker wecken, d.h. ich war schon 10 Minuten vorher wach. Wir hatten geplant, wieder mal eine grössere Strecke zu segeln.
Und dann regnete es schon am Morgen! Allerdings hörte es schnell auf und der Wind kam auf. Und er kam von SW, d.h. genau achtern! Anfangs versuchten wir es mit Butterfly, überlegten noch, ob wir ausbaumen sollten. Doch dann flaute es ab und wir entschlossen uns, den Blister zu setzen. Und der konnte dann oben bleiben, bis wir schon den Herkules-Turm von Coruña vor uns hatten. Zwischendurch gabs Böen von 20 Knoten, sodass es einem Angst werden konnte. Denn bei so viel Wind hatten wir ihn noch nie stehen lassen. Wir fuhren bis zu 7,8 Knoten und überholten den Zweimaster «Kamala», die sicher eine Stunde vor uns in Camariñas gestartet waren, ungefähr in der Hälfte der Strecke bei den Illas Sisargas.
Nach 9 Stunden, segelnd von Mole zu Mole, kamen wir in die Marina des Real Club Nautica mitten in der Stadt A Coruña. Wir mussten dann noch den Platz wechseln, weil wir an einem zu kurzen Steg festgemacht hatten.
Am Abend gab es nochmals einen Regenschauer.


Der zentrale Platz in Coruña, Praza de Maria Pita.

A Coruña, Marina Real - A Coruña, Marina Real, 0 sm.

Wetter: sehr variables Wetter mit Sonne und Regengüssen.

Erstes Sightseeing in A Coruña

Nach dem langen gestrigen Tag machten wir es uns am Morgen sehr gemütlich, wir warteten auch, bis der Morgenregen vorbei war. Dann machten wir zuerst eine Bootsbesichtigung an unserem Steg, anschliessend einen Spaziergang durch die Innenstadt und die Haupteinkaufsstrassen von A Coruña. Entgegen dem Wetterbericht begann es aber um 12 Uhr schon wieder zu regnen, so gingen wir zurück zum Boot und verbrachten einen gemütlichen Nachmittag on board.
Die Stadt, die uns immer sehr gefällt, hat sich seit unseren letzten Besuchen nicht viel verändert, einige Details fallen aber auf: Velostrassen statt Autostrasse, einige Läden sind neu und modern, aber die grundlegende Sicht auf die Stadt mit den Häusern mit typischen weissen Fenstererkern über die ganze Fassade ist noch identisch. Es hat nicht viel Touristen, aber die Einheimischen beleben die Stadt gut, zumindest vor und nach der Siestazeit sind viele Leute unterwegs oder in den Restaurants.
Wir besuchten auch kurz die Crew von Kemala, schwatzten über die lange Reise von Muxía hierher und über die nächsten paar Tage. Toni lud einige Dokumente vom Internet herunter, welche das Thema Lithium-Batterie auf dem Segelschiff beschrieben. Das wird dann seine Lektüre für die nächsten paar Tage beim Ankern.


 

Das ist der Text in der Fusszeile.