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Portugal 2021, Etappenlog

Logbuch Etappe 12:
Die kleinen Rías um A Coruña

von Coruña, Stadthafen nach Marina Coruña 

(10.09.2021 - 22.09.2021), Anzahl Tageseinträge: 13

Wir nutzten die Zeit für Besuche in den Buchten bei A Coruña, wir machten einen längeren Ankerstopp bei Ares. Bei einem zweiten Ausflug schauten wir die Bucht von El Ferrol an, landeten wieder bei Ares und schauten kurz in die Ría de Betanzos bei Sada. Die meiste Zeit waren wir in A Coruña selber und erkundeten die Stadt und die Umgebung (und auch die Boatyard, wo Regina den Winter über statoniert sein wird), zu Fuss und mit dem Velo. Und wir begannen auch mit den Vorbereitungen zur Einwinterung Reginas.


Sonnenuntergang in der Enseada de Ares.

Coruña, Stadthafen - Enseada de Ares, 9 sm.

Wetter: bedeckt/bewölkt, am Morgen noch Regentropfen, am Abend etwas Sonne, schwache Winde aus allen Richtungen.

Von der Stadtmarina zur Ankerbucht

Die Stegnachbarn kamen nach Mitternacht vom Ausgang zurück. Auch wenn sie sich nur unterhielten, sie waren zu hören. Auch der Schwell, der zur Marina reinkam nervte. Er brachte alle Boote zum Schaukeln, und zwar unangenehm. Auch gegen morgen kam wieder dieser Schwell der Fischerboote, die draussen vorbeifuhren, herein.
Einige Boote legten heute ab. Alle wollen nach Süden. Auch die Stegnachbarn (52 Fuss) lösten die Festmacher und liefen aus Richtung Azoren. Wir erledigten noch den Wochenendeinkauf und fuhren danach auch los.
Der angekündigte Wind war nicht vorhanden! So tuckerten wir unter Motor aus dem Hafengelände raus und konnten später wenigstens noch eine Meile im Zeitlupentempo segeln. Am Ankerplatz vor dem Städtchen Ares ankerten nur wenige Segler, wir hatten noch genug Platz. Es war ruhig, ein schöner Sonnenuntergang. Ankern ist angenehmer, als im vollen Hafen zu liegen.


Am Ankerplatz in der Enseada de Ares: Blick aus dem Cockpit.

Enseada de Ares - Enseada de Ares, 0 sm.

Wetter: schön und warm, sanfte Winde aus allen Richtungen.

Ferientag mit Crash am Ankerplatz

Die Nacht war sehr ruhig, das Meer spiegelglatt, das Boot bewegte sich kaum. Schon beim Zmorge wurde es an der Sonne warm, später brauchen wir das Bimini wieder für etwas Schatten.
Heute waren wir faul! Wir hatten keine Lust, das Dinghi wieder auszupacken und aufzupumpen, so machten wir keinen Landausflug. Das Städtchen haben wir ja schon vor 2 Jahren besucht.
Es kamen immer mehr Motor- und Segelboote. Weil es ein sonniger, warmer Tag war und noch dazu Wochenende, zog es alle Spanier auf und ins Wasser. Ja, die Wassertemperatur war angenehm!
In der Aresbucht, die vom Ankerplatz aus wie ein See aussieht, fand am Nachmittag eine Segelregatta statt, die Luv-Tonne war nicht weit von uns entfernt. Aber die Segelboote waren alle sehr langsam unterwegs.
Am späten Nachmittag blieb dann ein Motorboot in unserer Ankerkette am Bug hängen! Dessen Anker war wohl nicht richtig gesetzt worden, trotz schwachem Wind trieben sie über die Bucht, wir sahen es erst, als sie schon an unserem Bug hingen. Aber es ist nichts passiert und sie entschuldigten sich.
Nach Sonnenuntergang nahm der Wind immer mehr ab, heute ankerten zwei zusätzliche Segelschiffe in der weiten Bucht.


In der Marina Coruña, gerade neben der hohen Mole und dem Turm des Traffic Centers für den Seeverkehr.

Enseada de Ares - Marina Coruña, 9 sm.

Wetter: schön und sehr warm, ohne Wind.

Zurück zur Stadt

Auch diese Nacht war schön und gemütlich. Am Morgen war es windstill, das Meer flach wie ein See. Die Spanier bevölkerten den Strand erst gegen Mittag, und auch die Boote, die vor dem Strand ankerten, kamen erst spät. Elisabeth nutzte die flache Seeoberfläche, das relativ warme Wasser und die warme Luft für ein Marathon-Schwimmen: 6x um unsere Superyacht geschwommen.
Wir wollten eigentlich mit dem angesagten Nordwind nach A Coruña zurücksegeln. Aber als auch um 15 Uhr immer noch kein Windhauch in die Bucht gedrungen war, fuhren wir unter Motor aus der Enseada hinaus. Auf dem offenen Meer hatte es dann einen Windhauch, und wir konnten für vielleicht eine Seemeile sehr langsam Richtung Stadt segeln.
Diesmal fuhren wir in die MarinaCoruña gleich hinter der riesigen Mole und nicht zum Stadthafen. Nach dem Diesel auffüllen hatten wir einen schönen Platz mit langem Fingersteg. Nach einer Stunde beschlossen wir aber, das Schiff umzukehren, d.h. mit dem Heck zum Steg und dem Bug in den Wind wie es beim Ankern auch ist. Denn für die nächsten drei Tage sind Regen und Gewitter angesagt, und da ist es angenehmer, wenn es nicht gerade in den Niedergang regnet.
Nun beginnt die Zeit mit den Vorbereitungen zum Einwintern des Bootes, Regina soll den Winter über hier in der Nähe in der Marina Seca in einer Halle stehen. Wir werden aber auch Zeit finden, einige Exkursionen in A Coruña zu unternehmen.


Der Leuchtturm Hercules in A Coruña, und der Veloweg, der entlang des Paseo Marítimo liegt.

Marina Coruña - Marina Coruña, 0 sm.

Wetter: zu Beginn teilweise bewölkt, später Regentropfen, am Abend heftiges Gewitter.

Velorundtour durch A Coruña

In der Marina war es angenehm still, auch vom Schwell wurden wir kaum gestört. Fast verpassten wir den Morgen. Nach dem Zmorgen im Cockpit mit Sonnenschein machten wir unsere Velos bereit und fuhren auf dem breiten Veloweg zum bekannten Wahrzeichen Coruñas, zum Torre de Hércules (ist auch ein UNESCO Weltkulturerbe). Hier stand schon zur Römerzeit ein Leuchtturm, es ist also der älteste Leuchtturm der Welt (zumindest der Standort ist es).
Auf dem breiten Veloweg entlang dem Paseo Marítimo (hier wurde seit unserem letzten Besuch tatsächlich eine Autospur abgebaut zu Gunsten einer Velostrasse) gelangten wir zur Orzán-Bucht mit dem lokalen Sandstrand und den hohen Stadtgebäuden gleich dahinter. Heute sahen wir fast keine Leute am Strand, die Möwen waren in der Mehrzahl. Quer durch die Stadt erreichten wir dann wieder die Avenida Porto, wiederum mit dem breiten Veloweg, und den grossen Platz bei der Stadtmarina. Das Velofahren ist hier kein Stress, man hat genügend Platz, der Verkehr ist nicht schnell, und die Autofahrenden passen auf.
Am Nachmittag gab es einige Regentropfen, und am Abend dann ein tüchtiges Gewitter mit Blitz und Donner und starken Windböen. In der ganzen Marina fiel für rund eine Stunde auch der Strom aus.


Der Turm von "Coruña Traffic", der auf der Mole des Hafens von Coruña steht, spiegelt die Wolken.

Marina Coruña - Marina Coruña, 0 sm.

Wetter: nachts noch Regen, tagsüber immer schöner, westliche Winde.

Besuche

Für heute war abgemacht, dass Carlos von der Werft zur Besprechung kommen sollte. Wir hatten aber keine Zeit abgemacht, so überlegten wir, ob er wohl vormittags oder nachmittags kommen würde, da stand er auch schon am Steg. Der Znünikaffee war gerade fertig, so tranken wir Kaffee und besprachen die Arbeiten, die im Winter gemacht werden sollten. Auch machten wir für morgen einen Besuch in der Werft ab.
Toni arbeitete sich auf dem Boot durch die «Batteriethematik» (Wechsel von Gel- nach Lithiumbatterien) und ich spazierte in die Stadt.
Am Nachmittag brauchten wir nochmals Bewegung und so spazierten wir auf der über 1 km langen Mole zum Leuchtturm hinaus. Leider ist die Aussichtsplattform momentan gesperrt, dafür hat es auf der ganzen Länge einen Veloweg, für die Sportlichen (wahrscheinlich auch für die schnellen Jogger) hatte es gar alle 50m eine deutliche Markierung.
Auf dem Rückweg trafen wir Max und Nina, die Nachbarn von Camariñas auf der SY Kemala. Anstatt nur im Stehen zu Plaudern luden wir sie zum Apéro auf der Regina ein. Es gibt immer etwas zu Besprechen unter Seglern und nach Motorraum- und Watermakerbesichtigung war es auch schon bald wieder Abend.
Der Tag war schnell wieder vorbei.


Diese Halle der Werft in A Coruña wird für den kommenden Winter das Zuhause von Regina.

Marina Coruña - Marina Coruña, 0 sm.

Wetter: leicht bewölkt, nördliche Winde, kühler.

Besichtigung der Boatyard

Mit dem Velo mussten wir auf die andere Seite der Stadt fahren, wo die Werft der Marina untergebracht ist. Die Fahrt war allerdings kein Problem, auf der ganzen Strecke hatten wir einen Veloweg oder -streifen oder eine verkehrslose Strasse. Zuerst landeten wir aus Versehen im Fischerhafen, die Werft ist aber nebenan mit eigenen Gebäuden.
Carlos führte uns durch das Areal und schilderte das Vorgehen, wir konnten einen Blick in die Motorenwerkstatt, ins Mastenlager und in den grossen Saal beim Segelmacher werfen. Und natürlich auch in die grosse Halle, wo Regina dann, neben zwei anderen Hallberg-Rassys, aufgebockt wird.
Zur Rückfahrt machten wir einen Umweg zum Bahnhof. Mit dem Velo ging das gut und schnell, zu Fuss dann mit den schweren Taschen … Vielleicht nehmen wir dann doch besser das Taxi.
Wir querten dann wieder die Innenstadt (mit einem kleinen Esshalt) und fuhren am Schluss wieder an der bekannten Waterfront entlang und an der Stadtmarina vorbei zum Schiff.
Heute morgen kam ein Kreuzfahrtschiff in den Hafen, von dem Lärm (v.a. der Schlepper) wurden wir geweckt, vom Zentrum aus war dann die ganze Aussicht versperrt, und die Segelschiffe im Stadthafen schienen sehr klein und putzig zu sein, so neben einem 300m langen Kreuzer.


In Coruña auf der S/Y Playa: Als Abschluss zum Fischerkurs gabs Fische.

Marina Coruña - Marina Coruña, 0 sm.

Wetter: ganzer Tag sonnig, nördlicher Wind.

Fischerkurs

Der Tag vergeht schnell, auch ohne spezielle Pläne. Bis zum Mittag waren wir mit Zeitunglesen, Wäsche auf- und abhängen beschäftigt. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag mit Wind und etwas Schwell im Hafen.
Wir überlegten, ein Nachmittagssegeln wie auf dem Zürisee zu machen. Aber ich bekam eine Einladung zum Fischen auf der selber gebauten Schweizer Reinke «Playa» am gleichen Steg. Toni machte sich auf eine Velotour auf die andere Seite der Ría nach Santa Cruz ohne weibliche Bremse.
Das Fischen auf der «Playa»: Unglaublich, wie viele verschiedene Angeln, Haken und sonstiges Fischerzubehör sich auf diesem Boot befinden!! Eine Dorade biss gleich sofort bei der Hakendemonstration an und später bekam ich nochmals zwei Fische, nachdem ich den ersten schon zum Znacht verspeist hatte.


In der Altstadt von A Coruña, typisch für hier die weissen Erker / Fensterfront.

Marina Coruña - Marina Coruña, 0 sm.

Wetter: tüchtiger Regen am Mittag, sonst bewölkt, zuerst schwacher S-, dann NW-Wind.

Sightseeing und heftiger Regen

Wir schafften es, in der Regenpause eine kleine Wanderung durch die schöne Altstadt zu machen. Ohne Mittelaltermarkt, den wir ja schon 2x erlebt hatten, waren die Strassen und Gassen sehr leer. Ein kleiner Einkauf im Laden und dann schnell zurück zum Hafen, denn die dunklen Wolken zogen schon wieder auf. Wir schafften es kaum noch aufs Boot und dann schüttete es.
Am Nachmittag hatten wir Besuch von der Playa-Crew. Bei Kaffee und Tartas schwatzten wir und schon war es wieder Abend.


Die Wellen brechen und hinterlassen weissen Schaum auf dem Strand von Orzán in A Coruña.

Marina Coruña - Marina Coruña, 0 sm.

Wetter: meist schön oder leicht bewölkt, W- und NW-Wind.

Velotour Monte San Pedro

Nach dem Kaffee fuhren wir auf dem Veloweg bzw. besser Velostrasse der Küste entlang. Zuerst besuchten wir die verschiedenen Kunstwerke und Skulpturen auf der Halbinsel Durmideiras, wo auch der Turm Hércules steht. Zuerst Casa das Palabras, ein muslimischer Friedhof, der aussieht wie ein arabischer Garten, die Menhires pola Paz mit jeweils einem Durchschauloch, der Schallverstärker Caracola, der aussieht wie eine riesige Muschel, und einige mehr. Und dann gab es auch noch einige natürliche Kunstwerke zu bestaunen: Die Brandung (heute hat es ziemlich hohe Wellen), die Felsen und die Bäume in diesem Skulpturenpark. Es hat auch viele Picknick-Plätze und auch Wasserstellen, die Einheimischen sind da recht gut versorgt mit Natur und Kultur.
Den Hercules-Turm besuchten wir heute nicht nochmals, es hatte auch ziemlich viele Leute (Samstag), sondern fuhren auf der Paseo Maritimo auf der Velostrasse der Küste entlang zum grossen Strand von Orzán. Hier gibt es für die Autos eine Spur, für Velos eine zweispurige Strasse und für Jogger auch zwei Spuren und seeseitig noch das breite Trottoir für die Fussgänger. Beim riesigen Obelisco Milenium machten wir Mittagspause. Weiter gings der Küste entlang (auch hier: ein wunderbarer Veloweg, weg von der Strasse und separiert von den Spazierenden), am Panoramalift von Monte San Pedro vorbei bis zum sehr kleinen Fischerhafen Portiño de San Pedro. Die Fischerboote stehen hier auf dem Quai und liegen nicht im Wasser, die Bucht ist wellenmässig sehr exponiert. Dann ging es etwas steiler bergauf bis zum Aussichtspunkt zuoberst auf dem Monte San Pedro (139m), eingebettet in einem Park mit vielen Picknickplätzen, einem Museum und alten Geschützen von früheren Kriegen.
Hinunter gings dann rascher, durch das moderne Quartier Os Rosales, wo 8-10stöckige Häuser elliptisch angeordnet sind, mit Baumalleen und einem zentralen Park. Weiter wieder zurück zum Strand Orzán und dann quer durch die Stadt zum Paseo Mariña mit der Waterfront über dem Stadthafen. Jetzt hatte es sehr viele Leute, und die Terrassen der Restaurants waren sehr voll.


In der mittelalterlichen Altstadt von A Coruña, Cidade Vella.

Marina Coruña - Marina Coruña, 0 sm.

Wetter: von Sonnenschein zu Regentropfen, von SE bis NW.

Spaziergang durch die Cidade Vella

Am späteren Vormittag machten wir uns auf zu einem Spaziergang durch die Altstadt. Es ist so leer und ruhig im Hafen, dass uns keiner morgens weckt. Die Sonne schien und viele Spanier waren auch am Flanieren. Leider streikte der Fotoapparat, weil der Akku leer war! So beendeten wir unsere Runde bald, kamen aber noch an der Promenade der Stadtmarina vorbei, wo dieses Wochenende eine Autoausstellung war. Entsprechend waren dort viele Leute (mit Maske) und wenig Platz zum Durchlaufen.
Am Nachmittag waren wir zum Kaffee auf der «Playa» eingeladen. Allerdings flüchteten wir schon bald wieder auf unser Boot, weil dunkle Regenwolken aufzogen und wir und sie noch einiges zu tun hatten. Sie segeln morgen weiter Richtung Süden. Und wir planten unsere Arbeiten, die rechtzeitig vor dem Auswassern gemacht werden müssen.
Am Abend kam dann die Sonne wieder und die abmontierten Sorgleinen trockneten an der Reling. Nach Sonnenuntergang wurde es kühl, aber im Boot war es gemütlich.
Das Bild entstand vor zwei Tagen, und hier spazierten wir auch heute durch.


Der Anker ist gesetzt in der Enseada de Ares, beim Ankertrunk geniessen wir die Aussicht in die Landschaft.

Marina Coruña - Enseada de Ares, 20 sm.

Wetter: Sonne, bewölkt, N2 – NE6.

Ausflug zur Ria de Ferrol

Für die nächsten Tage war schönes Segel- und Ankerwetter angesagt. Als wir die Marina verliessen, hatte es allerdings noch keinen Wind, aber eine recht hohe Dünung, und je näher wir der engen Durchfahrt von El Ferrol kamen, desto stärker wurde der Wind, und wie immer kam er genau von vorne. Vor der Stadt bzw. den grossen Werften und dem Militärgelände machten wir nur gerade einen Sightseeing-Kreis und fuhren dann wieder etwas zurück zur Ankerbucht von San Felipe, gleich neben dem alten Fort. Der Anker war schnell gesetzt, und wir machten uns einen gemütlichen Nachmittag.
Irgendwie gefiel uns dieser Ort nicht so zum Übernachten (Windböen, Strömungen, wenig Platz zum Schwojen), so segelten wir am frühen Abend mit Rückenwind und Mitstrom wieder aus der Ría hinaus. Nur unter Genua segelten wir so weiter bis zur grossen und geschützten Bucht von Ares, wo wir vor einer Woche schon waren. Wir waren die einzigen, die hier übernachten wollten, es hatte einige Boote an den Bojen und einen grösseren Zweimaster mitten in der Bucht, der offensichtlich hier abgestellt worden war.
Es war still, der Wind wurde immer sanfter, es schaukelte leicht.


Stilleben mit Winsch: Am Ankerplatz bei Ares werden die ersten Winschen auseinadergenommen, gereinigt, kontrolliert, wieder gefettet, wieder zusammengebaut.

Enseada de Ares - Enseada de Ares, 0 sm.

Wetter: meist schön und leicht bewölkt, NE-Winde ab Mittag, vorher kein Wind.

Bootsarbeiten beim Ankern

Die schöne Vollmondnacht war fast windlos, das Boot drehte sich nur um seine Ankerkette. Zum Schlafen war es sehr angenehm.
Wir begannen heute mit den grösseren Bootsarbeiten, Elisabeth arbeitete an den Fenstern, Toni machte bei den ersten drei Winschen den Service, und die Leinen, die wir gestern noch wässerten bzw. entsalzten, trockneten schön an der Reling. Zwischendurch gönnten wir uns eine Pause. So war es angenehm, ohne Zeitdruck die Einwinterungsarbeiten in Angriff nehmen zu können.
Und es war auch ein schöner Ankerplatz. Der Zweimaster von der letzten Nacht fuhr schon früh los, offenbar war das Schiff doch bewohnt und nicht nur abgestellt. Einmal besuchte uns ein Schwimmer im Neoprenanzug, ein Hobbyfischer fuhr langsam und neugierig an der Regina vorbei, ein Fischer fuhr aus dem Hafen und kam 4 Stunden später zurück, und zwei Segelboote machten am späten Nachmittag ihren Feierabendtörn. Sonst war nichts los. Nicht einmal am Strand hatte es Leute. Und am Abend waren wir allein in der ganzen Bucht.


Blick ausgangs der Ría de Ares nach A Coruña mit dem Torre de Hércules.

Enseada de Ares - Marina Coruña, 13 sm.

Wetter: teilweise stark bewölkt, NE 4-6.

Zurücksegeln nach A Coruña

Weil der Wind immer erst gegen Mittag richtig kommt, nutzten wir den Vormittag, um noch einiges am Boot zu arbeiten: Winschenpflege, Lukenputzen und Dichtung fetten.
Auch schalteten wir die Heizung ein, nicht, weil wir so kalt gehabt hätten, sondern weil diese 2 Jahre nicht gelaufen war und wir keine Nachbarn mit alten Dieselabgasen belästigen wollten. Die Heizung heizte zwar, aber sie stank so fürchterlich, dass wir sie gleich wieder abstellten. Die Abgase kamen nicht aus dem vorgesehenen Auspuff, sondern ins Boot! Ob der Auspuff (durch ein Vogelnest) vielleicht verstopft war oder sonst ein Problem mit dem Rohr?
Wir hatten keine Zeit mehr, nachzuforschen, denn der Wind war da und wir hoben den Anker. Einige Schnecken hingen schon an der Ankerkette fest und wahrscheinlich auch am Speedometer, denn der streikte heute, Anzeige 0 kn.
Aber die kurze Strecke schafften wir auch ohne. Wir machten noch einen kleinen Umweg, um einen Blick in die hintere Aresbucht, die Ría de Betanzas und auf die Stadt Sada mit dem Hafen zu werfen und dann ging es mit starkem Wind zurück nach A Coruña. Am gleichen Platz konnten wir festmachen. Anschliessend wurde das Boot geschrubbt und gespült. Alles Salz und aller Dreck vom Sommer mussten weg.
Bei Sonnenuntergang assen wir im Cockpit und um 20.30 Uhr wurde es dunkel und kühl.


 

Das ist der Text in der Fusszeile.