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Portugal 2021, Etappenlog

Logbuch Etappe 3:
Andalusien und Gibraltar

von Ayamonte nach La Linea, Alcaidesa 

(16.06.2021 - 25.06.2021), Anzahl Tageseinträge: 10

Von der portugiesischen Grenze nach Gibraltar: Entlang der Costa de la Luz mit Blick auf Afrika. Unterwegs und später wieder in Gibraltar trafen wir Leon, den Voreigner der Regina, mit seiner "Regina Laska". In Cádiz, einer sehr schönen Stadt, machten wir ein ausführliches Sightseeing. Wegen unklaren Problemen mit dem Propeller liessen wir Regina in Barbate aus dem Wasser nehmen, wo wir die Gummis im Gori auswechselten. In Barbate hat es eine traditionsreiche Thunfischerei. Und in Gibraltar sahen wir die berühmten Berberaffen.


Sonst ist ja ein solches Fahrzeug unheimlich, wenn man so nah dran ist. Dieser Tanker liegt allerdings unter Anker und macht uns nichts. Ankerplatz vor Huelva / Mazagón.

Ayamonte - Mazagón, 36 sm.

Wetter: schön, SE2 bis SW4.

Schöner Segeltag mit Überraschung

Wiederum war der Himmel bedeckt und es hatte keinen Wind, so hatten wir es nicht eilig mit Ablegen. Und der Wetterbericht versprach ab Mittag etwas Wind aus Süd. Erst kurz vor Elf fuhren wir dann mit dem Strom den Rio Guadiana hinunter, auf der anderen Uferseite lag Portugal.
Erst ziemlich weit draussen kam dann etwas Wind auf. Mit 5 kn Wind aus SE fuhren wir dann zwar in die falsche Richtung, aber es segelte wenigstens, wenn auch sehr langsam. Innerhalb der nächsten Stunde wurde der Wind stärker (7 kn) und er drehte gegen Süd. So konnten wir in die richtige Richtung segeln. Und mit der Zeit gabs noch mehr Wind und wir konnten mit 5-6kn halbwind und später raumwind genussvoll segeln.
Unterwegs schauten wir mal die verschiedenen AIS-Signale auf dem Seekartenplotter an. Alles einheimische Fischer, vereinzelt wahrscheinlich ein Segelboot, und aber hier: Regina Laska. Wir sahen das AIS-Signal von Leon (der Voreigner der Regina), das Schiff segelte keine 5 Meilen entfernt in die gleiche Richtung. Wir funkten ihn an und plauderten ein bisschen. Welche Überraschung.
Unser nächster Hafen lag in der Nähe von Huelva, einem Industriegebiet mit Hochseeschiff-Anschluss, aber keine zwei Meilen von der Mündung des Flusses entfernt. Vor der Flussmündung ankerten einige Tanker. Bis vor die Hafeneinfahrt konnten wir segeln. Der Hafen selber war relativ neu und modern und recht gross und leer, es hatte viele unbenutzte Pontoons. Nach langer Warterei erhielten wir einen Liegeplatz. Nach einem Spaziergang fanden wir die Marina nicht mehr so hübsch, eher ungepflegt. Dafür trafen wir andere Segler, die wir vor 2 Jahren an der Bootsausstellung getroffen hatten und verbrachten den halben Abend bei ihnen auf dem Schiff.


Toni konzentriert am Segeln vor Cádiz. Es ist kühl, es braucht das Oelzeug, wenigstens die Jacke.

Mazagón - Cádiz, 52 sm.

Wetter: bedeckt, nur wenig Sonne, bis SW5.

Guter Segelwind und 50 sm

Der Wind schlief diese Nacht nicht ein. Wir checkten aus, sobald das Büro aufmachte und legten gleich ab. Regina nahm Fahrt auf und wir kamen schnell vorwärts. Allerdings wurden wir schon bald vom Militär angefunkt und mussten den Kurs ändern, weil heute Schiessübungen gemacht wurden und das Sperrgebiet umfahren werden musste. Gegen die Wellen des anderen Kurses wurde unser Boot tüchtig abgebremst. Aber sobald wir wieder auf unserem Kurs segeln konnten hatten wir oft über 7 Knoten.
Es war bewölkt und im Wind kühl und es regnete sogar etwas. Als der Wind auffrischte mussten wir reffen. Kurz waren Delphine zu sehen.
Und weil es so gut lief, segelten wir gleich bis Cádiz weiter. Dort im Hafen, wir hatten sie gar nicht gesehen, stand Regina Laska und etwas später Leon plötzlich vor uns auf dem Steg. Die Welt ist klein!
Den Abend verbrachten wir mit den üblichen Arbeiten und einem kleinen Spaziergang im Hafengebiet.


Sightseeing in Cádiz.

Cádiz - Cádiz, sm.

Wetter: am Morgen Regen, später wieder schön und warm.

Sightseeing in Cádiz

Der Regen war angesagt, so schliefen wir aus und blieben noch ein Weilchen auf dem Boot. Auch unterwegs in die Stadt wurden wir nochmals verregnet. Bei der Tourist-Info blieben wir einige Zeit und machten das Update des Blogs, luden die Zeitung und den Wetterbericht herunter, lasen die Mails und konnten sie teilweise auch beantworten. Im Hafen gibt es kein Internet. Anschliessend war es trocken und warm.
Mit dem Stadtplan bummelten wir durch die Stadt, zuerst durch den mittelalterlichen Teil mit seinen engen Gassen, später durch den neueren Stadtteil. Die Stadt ist sehr alt, schon die Phönizier waren hier, es gibt römische Mauern und ein Amphitheater. Die modernen Quartiere besuchten wir nicht, und auch nicht die Badestrände. Irgendwann landeten wir beim Blumenplatz und dann bei der Markthalle, wo Elisabeth unsere Rucksäcke füllte. Für das Mittagessen fanden wir ein Restaurant nahe der Markthalle.
Später erreichten wir wieder den Ausgang des Zentrums mit den vielen Fussgängerzonen und liefen zu unserer Marina. Die Marina liegt ganz ausserhalb, auf der anderen Seite eines Containerhafens, wobei es hier in Cádiz mehrere solche Container- und sonstige Hochseehäfen gibt, inkl. Pier für Kreuzfahrtschiffe.


Elisabeth im Hafenwasser von Barbate: sie inspiziert den Propeller des Schiffs.

Cádiz - Barbate, 43 sm.

Wetter: zuerst stark bewölkt, immer schöner, W-NW 2-4.

Notstop in Barbate

Wir kamen rechtzeitig los. Allerdings mussten wir anfangs gegen Wind und Wellen motoren, um rauszukommen. Und da merkten wir schnell: durch das Rückwärtsfahren im Hafen schaltete der Propeller ganz normal auf Overdrive, aber als die Wellen höher wurden und wir zurückschalten wollten, wollte der Propeller nicht. Wir konnten bald die Segel setzen und den Motor abstellen.
Wir sahen einige Segelboote, die wir vom Hafen her schon gesehen haben.
Bei der Einfahrt von Barbate musste auf die Thunfischnetze geachtet werden. Im Hafen gab es genügend Platz. Und dann musste die Taucherin unter das Boot und den Propeller inspizieren, was nicht so einfach war, denn die Hafenbrühe ist nicht so klar und die Sicht schlecht. Dank Neopren (gefühlsmässig ist das Wasser dann nicht so scheusslich) war es auch trotz dem starken Wind gar nicht kalt. Aber das Problem war ja schon vorher klar: der Gori lässt sich nicht so bewegen, wie es sein sollte.
Also müssen wir am Montag das Boot aus dem Wasser nehmen, um zu schauen, was da los ist. Wenn nur die Gummis gewechselt werden müssten, wäre das gut, die haben wir dabei. Hoffentlich ist es so!


casco antiguo von Barbate.

Barbate - Barbate, 0 sm.

Wetter: teilweise bedeckt, westl. Winde.

Barbate, Ciudad del Atún

Nun, wenn wir schon hier warten müssen, machen wir das Beste daraus. Als Erstes organisierten wir im Marina-Büro das Aus- und Einkranen, um den Goripropeller an Land wieder korrekt zum Laufen zu bringen. Und anschliessend fuhren wir mit den Bromptons in die Stadt, vorher aber durch den Fischerhafen und auch zur Boatyard, wo neben Fischerbooten auch Segelschiffe in unserer Grösse rumstehen, eigentlich kein schlechtes Zeichen.
Der nächste Stopp war bei der Tourist-Information, wo wir einen Ortsplan und einige Erklärungen in Englisch über die worth seeing places erhielten. Mit dem Velo waren die wenigen Sehenswürdigkeiten aber schnell «abgefahren». Die «Old City» (casco antiguo), eigentlich nur zwei Strassen mit alten 2stöckigen blumengeschmückten Häusern, aber schön anzusehen, war eine der Sehenswürdigkeit. Die Dame der Info hatte uns auch einen kleinen Park, das Stadthaus und die Stadtkirche, alle gleich nebeneinander, auf dem Plan markiert. Im Park sahen wir ein schönes Denkmal für den «unbekannten» Tuna-Fischer.
Hier ist die Thunfischerei eine Tradition, die sogar zurück zu den Phönizier reichen soll, und hier machen sie es nach dieser alten Methode, genannt «almadraba». Das entsprechende Museum besuchten wir nicht (ist weit in der Industriezone draussen), dafür den ehemaligen Hafen der Fischerei im Fluss Barbate. Hier standen dann auch viele alte unbrauchbare verrottete und versunkene Schiffe herum.
Gestern segelten wir am Kap Trafalgar vorbei, einem sehr geschichtsträchtigen Ort nicht weit von hier: Die Seeschlacht 1805 der Engländer (Admiral Nelson) gegen Franzosen/Spanier. Aber der Besuch dieser Stätte landseitig beim Leuchtturm wäre für heute zu weit weg gewesen. Nach einem grosszügigen Einkauf im fast leeren Lidl (Sonntag) gings auf der Strandpromenade wieder zurück zur Marina, wo wir es uns für den Rest des Tages gemütlich machten.


Barbate: Im 140-Tonnen-Lift scheint die Regina recht klein und kompakt.

Barbate - Barbate, 0.4 sm.

Wetter: in der Nacht etwas Regen, nachher NW-Winde und schön.

Klein, aber oho

Das waren weite Reisen mit dem Velo, um alle notwendigen Orte abzuklappern: Zuerst das Marine-Büro (sind für den Travellift-Termin und -rechnung zuständig), Boatyard (sind nicht zuständig), Mechanikerwerkstatt (sind für den Vertrag zuständig), wieder Marinebüro (für den Termin zuständig). Immerhin, pünktlich auf die vereinbarte Zeit verlassen wir die Marina und tuckern zum Travellift bei der Boatyard. Da wir aber in Spanien sind, wird zu unserem Zeitpunkt zuerst ein kleines Motorboot ausgewassert, das vom Rettungsboot von der Marina zum Lift geschleppt wurde. Etwas verspätet können wir in den Graben des Travellifts einfahren. Der Werftmitarbeiter am Lift entschied dann aber zu unseren Gunsten, uns nicht mit dem 40-Tonnen-Lift, sondern mit dem 140-Tonnen-Lift herauszuheben, weil es wegen unserem Vor- und Achterstag gefährlich knapp geworden wäre beim auswassern. Im Riesen-Travellift war es dann kein Problem, Regina kam aus dem Wasser, wir stiegen vom Boot und nahmen alles Wichtige mit. Noch am Lift hängend, aber auf dem Trockenen, konnten wir Reginas Propeller endlich inspizieren.
Jetzt im Trockenen drehte der Gori-Propeller normal wie er muss in Vorwärts- und Rückwärtsposition und zurück. Aber ein kleiner Gummipuffer im Antrieb war gebrochen und nicht ganz in der richtigen Position, wahrscheinlich war das die Ursache für die Blockade. Ich wechselte alle drei Gummipuffer aus (das Schweizer Sackmesser ist auch für einen Seemann sehr hilfreich). Keine Viertelstunde später waren wir wieder bereit, und der grosse Kran schaukelte die Regina wieder zurück ins Wasser. Die Fahrt zur Marina hinüber verlief normal, so wie es sein muss. Wir waren sehr erleichtert (ein grosser Stein fiel ins Wasser), zur Feier des Tages gab es ein Glas Wein zum Znacht (gibt es sonst nur am Sonntag).
Am Nachmittag spazierten wir nochmals durch Barbate und besuchten nochmals unsere Bar mit dem Internet. Heute waren sehr viel weniger Leute unterwegs, ausländische Touristen gibt es hier nicht, auch in der Marina standen gerade mal 5 Gästeboote.


Blick von der Marina Alcaidesa in La Linea auf das benachbarte Gibraltar.

Barbate - La Linea/Alcaidesa bei Gibraltar, 40 sm.

Wetter: zuerst sehr schwacher Wind, später bis W6.

Schnelle Fahrt mit Blick auf Marokko

Der belgische Nachbar fuhr um die gleiche Zeit los, dh. wir fuhren die erste Stunde unter Motor, er noch länger, weil der Wind noch sehr schwach war, wir segelten nur sehr langsam. Als alles für den Genaker vorbereitet war, frischte der Wind auf und das Genua genügte für zügiges Vorwärtskommen.
Erst am Mittag setzte der erwartete Mitstrom ein, der sich dann bis auf 3.7 Knoten steigerte und somit unseren Speed auf über 9 Knoten brachte! Mit diesem Tempo umrundeten wir Tarifa, die südlichste Ecke des europäischen Festlands.
In der Bucht von La Linea genügte bei 6 bf das Genua im Reff 3, das Gross wurde geborgen. So segelten wir entlang von Gibraltar und seinem markanten Felsen bis zuhinterst in die Marina Alcaidesa.
Die Mole für die Anmeldung bei der Marina war dem Schwell ausgesetzt und entsprechend schaukelig. Aber die zugewiesene Box war auch sehr windexponiert, zwei Franzosen halfen beim Anlegemanöver, das dann trotzt dem starken Wind und dem ekligen Schwell problemlos war.
Leider ist der Platz momentan alles andere als gemütlich. Der Schwell schwappt von achtern ans Boot, der Wind pfeift und heult draussen und wir schaukeln wie an einem schlechten Ankerplatz. Wenn dann der Ostwind morgen Abend kommt, sollte es angenehmer werden.


Auf der Tour zurück von der Gewerbezone weit nördlich des Zentrums von La Linea.

La Linea, Alcaidesa - La Linea, Alcaidesa, 0 sm.

Wetter: Am Morgen und späten Abend windstill, dazwischen westliche und südliche Winde, tagsüber heiss.

Seekartenversand by bike

Gegen Mitternacht kam noch eine Segelschule neben uns. Das Anlegemanöver war trotz des starken Windes perfekt.
Wir schliefen wie immer auch diese Nacht sehr gut und diesmal lang.
Am Morgen hatte Tonis Velo einen neuen Schlauch bekommen, der alte mit den zwei geflickten Löchern hat den Geist bzw. die Luft definitiv aufgegeben. Für den Einkauf in der Markthalle mitten in der recht belebten Fussgängerzone mussten wir dann fast etwas pressieren, denn diese macht zur Siestazeit zu. Die Mittagshitze verbrachten wir im Schatten des Biminis.
Dann machten wir uns auf die Suche nach der DHL-Filiale. Wir hatten letztes Jahr viele Seekarten und Hafenbücher für das Mittelmeer bei Hansenautic bestellt und hierher liefern lassen. Die Rechnung hatten wir bezahlt und dann das Geld aber wieder zurückbekommen und es war abgemacht, dass das Paket wieder zurückgeschickt bzw. abgeholt werden sollte. Was aber offensichtlich nicht passiert ist. Es wurde uns gestern beim Check-in im Hafenbüro, wo es über ein Jahr gelagert worden war, übergeben. Der Verlag wollte es aber wieder zurückhaben, was ja verständlich ist, kostete alles zusammen gegen 500 Euro.
Wir pedalten an den nördlichen Stadtrand, merkten aber erst beim DHL-Büro, dass das Paket ja auf die Post sollte!! Das Porto war für die Post vorausbezahlt worden. So suchten wir den Buchladen, die nette Dame druckte die Paket-Etikette für uns aus (diese wurde uns übers Internet zugesandt und war nun auf dem USB-Stick) und dann gings auf die Suche nach der Post im Stadtzentrum. Erleichtert, das 8 kg Paket los zu sein, machten wir uns auf die Rückfahrt. Das ganze Abenteuer mit dem Velo war spannend, zu Fuss käme man nie so weit herum.
Heute Abend hatten wir rechts und links keine Nachbarn, die waren alle am Morgen abgefahren.


Einer der legendären Berberaffen auf Gibraltar.

La Linea, Alcaidesa - La Linea, Alcaidesa, 0 sm.

Wetter: Starker Ostwind mit Wolken, auf dem Felsen tws. Nebel.

Velo-/Bergtour auf Gibraltar

Heute wollten wir Gibraltar besuchen. Wir klappten die Velos auf und fuhren los. Weit war es ja nicht, die südliche Hafenmole ist schon die Grenze. Beim Zoll musste der Pass gezeigt werden und schon waren wir in den engen Strassen, wo man sich mit Abgasen einnebeln lassen musste, eine Dosis für einen ganzen Monat. Und diese Hektik hier! Richtig ungewohnt und anstrengend. Wir fuhren erst an den drei Marinas entlang, die voll aussahen, und durch das flache Gelände entlang der Küste, das mit Hochhäusern verbaut ist. Dann ging es in die Höhe. Die Strassen sind eben sehr schmal und steil. Zum Glück war der Himmel bedeckt, sonst wäre das nicht zu schaffen gewesen. Wir erreichten den Europa Point an der Südspitze von Gibraltar - und schauten aufs Meer hinunter. Nach Marokko hinüber war es nur dunstig und die Berge waren nicht zu sehen.
Es ging weiter hinauf bis zum Parkplatz Jews Gate, wo auch die Taxikleinbusse hielten. Dort stellten wir die Velos in den Veloständer (ja, das gabs) und gingen zu Fuss weiter, nachdem wir das Ticket gekauft hatten. Zuerst auf der Taxi-Strasse, nachher ziemlich steil, ähnlich einem Wanderweg, gings hinauf. Wir kamen ins Schwitzen, es war knapp machbar mit den Sandalen. So erreichten wir die Tropfsteinhöhle St. Michael´s Cave, die beleuchtet und mit Musik beschallt eine spezielle Stimmung hervorrief.
Weiter gings auf dem Strässchen, und es roch wie im Zoo. Wir erreichten den obersten Grat des Gibraltar-Felsens. Und schon bald sahen wir die bekannten Berberaffen. Von der alten Befestigung sind auch noch Ruinen vorhanden. Der Blick auf die Mittelmeerseite hinunter war eindrücklich. Leider war die Luft doch sehr feucht und wegen des starken Windes auch kühl.
Wir stiegen die lange Treppe (Charles V Wall) hinunter Richtung Stadt. Dort waren dann noch mehr Affen und eine Mutter lag quer auf der Treppe mit dem Neugeborenen an der Brust. Das Männchen sass auf der Mauer. Erst getrauten wir uns gar nicht vorbei. Aber langsam und vorsichtig konnten wir es dann doch wagen und es kam keine Reaktion der Tiere. Wir spazierten über das letzte Touristen-Highlight, über die Hängebrücke (Windsor Bridge), bevor wir wieder auf der Taxistrasse zu den Velos hinunter wanderten.
Die steile Veloabfahrt war dann schnell und etwas unheimlich, weil die Strasse nicht immer sehr eben und auch wieder ziemlich viel Verkehr war. Schnell waren wir wieder in der Stadt, wo wir noch durch die Fussgängerzone (Main Road) spazierten.
Zollkontrolle bei der Rückfahrt, und wir waren wieder in Spanien. Ziemlich müde kamen wir nach 7 Stunden wieder aufs Boot.


Die Regina (hinten) und die Regina Laska nebeneinander in der Marina Alcaidesa bei Gibraltar.

La Linea, Alcaidesa - La Linea, Alcaidesa, 0 sm.

Wetter: Schön und warm, aber nicht heiss, starker Ostwind.

Zwei Reginas

Nach einem gemütlichen Ausschlafen fuhren wir in die Stadt zum Einkaufen. Wir brauchten wieder Ersatzveloschläuche und frische Esswaren und Brot. Am nördlichen Stadtrand hatten wir vor zwei Tagen einen grossen Carrefour entdeckt. Und der Veloladen unterwegs hatte auch Schläuche in der Brompton-Grösse.
Kaum waren wir zurück am Steg, bekamen wir ein Nachbarboot. Noch mit dem Velohelm auf dem Kopf half Toni beim Festmachen. «Eine HR» stellte er fest, als das Boot kam und wer wars? Regina Laska!!
Natürlich musste ein Foto gemacht werden, die beiden Reginas am Steg nebeneinander. Und natürlich mussten die Neuigkeiten ausgetauscht werden.
Am Nachmittag schafften wir es nur noch zum Bootsshop gegenüber. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Boot. Leon, der Eigner der Regina Laska, hatte Kunden dabei, mit diesen fuhr er in Gibraltar mit der Seilbahn auf den Felsen hinauf. Und als er zurückkam, erzählte er uns über die Orcas, die hier auch Schiffe angreifen würden. Davon hatten wir schon mehrmals gehört, allerdings nicht aus dieser Gegend, sondern von Galizien nördlich von A Coruña. Wir erhielten die WebSite mit den aktuellen Informationen (siehe unten). Offenbar sind die Tiere hier gerade nicht aktiv – zum Glück.


 

Das ist der Text in der Fusszeile.