Baltic Sea 2024, Log-Übersicht

Logbuch Etappe 12:
Stockholm und die Schären

von Gräddö nach Nåttarö Östermarsfladen (Boje) 

2024-08-09 - 2024-08-19, 11 Tageseinträge, 127 sm.

Die Stockholmer Schären, zwischen Norrtälje und Nynäshamn, sind berühmt für ihre Vielseitigkeit, sie werden von den Einheimischen als Naherholungsgebiet genutzt. Mitten durch die Insel führt auch das schmale Fahrwasser der Finnlandfähren, das auch wir nutzten.
Stockholm ist eine schöne, freundliche und riesige Stadt, wir lagen mehrere Tage in einem Gästehafen ganz nahe zum Zentrum.
Auch die Weiterfahrt nach Süden, immer noch in den Schären, war spannend: enge Durchfahrten, mehrere Ankernächte und viel weniger Boote (end-of-season) und viele Meilen unter Segel.



Der Gästehafen von Norrtälje, schon ziemlich leer am Ende der Saison.

Gräddö - Norrtälje, 11 sm.

Wetter: schön und fast kein Wind aus S-SW, am Abend Regen.

Hafenwechsel zum Abwettern

Für Samstag bis Sonntag waren starke Winde angesagt, am Funk hörten wir mal eine Sturmvorwarnung. Aber den Hafen von Gräddö fanden wir nicht optimal um abzuwettern. Etwa 10 Meilen von hier liegt zuhinterst im Fjord eine kleine Stadt, wo der S und W gut abgewettert werden kann. So fuhren wir, zuerst unter Motor, später im Slalom segelnd dem schwachen Wind nach, zum Gästehafen von Norrtälje, wo nur ganz wenige Boote standen und wir sogar längs am Steg festmachen konnten.
Der nachmittägliche Spaziergang führte uns ins Zentrum des Städtchens, zuerst zum Tourist-Office, später zu einem kleinen Rundgang. Das Städtchen lebt, ist gepflegt und blumengeschmückt schön zum Schauen. Es hat einige alte traditionelle Holzhäuser, aber gerade beim Hafen und der Mündung des Flüsschens entsteht ein ganz neues Quartier mit hohen Häusern mit vielen Wohnungen und Restaurants und einer breiten Uferpromenade. Eine spannende Waterfront entsteht.
Am Abend kamen dann der angekündigte Regen und der etwas stärkere Wind.


Spaziergang in Norrtälje beim Stora Torg

Norrtälje - Norrtälje, 0 sm.

Wetter: schön und stark windig/böig aus W, am Nachmittag ein paar Regentropfen, am Abend fast windstill.

Schöne Pause mit Starkwind

Der Morgen begann gemütlich mit Ausschlafen, Zeitung lesen und Kaffeepause, anschliessend mussten die folgenden Tage geplant werden. Im Törnführer und auf der Karte fanden wir einige schöne Ankerplätze gerade halbwegs nach Stockholm, die uns für den aktuell angesagten Wind ideal schienen. Auch musste der Aufenthalt in Stockholm selber festgelegt werden. Wir reservierten mal für 3 Nächte in einer der Stadtmarinas in Fussdistanz zur Innenstadt.
Am Nachmittag fuhren wir mit den Bromptons in die Stadt, besuchten die Terrasse des Södra Bergen mit Aussicht über die Stadt, den Hafen und die Bucht, und dann genossen wir im ältesten Café der Stadt einen Kaffee/Kuchen. Als Abschluss gings zum Stadtrand um einzukaufen und dann wieder quer durch die Altstadt zur Marina.
Wir kamen gerade rechtzeitig zurück, konnten die Velos versorgen und die Kuchenbude aufstellen, bevor die dunkle Wolke es regnen liess, mit einem Regenbogen. Nachher war es wieder angenehm warm, aber sehr windig (deswegen waren wir ja hier und nicht unterwegs).


Die Ankerbucht Norrviken auf der Insel Högmarsö ist fast geschlossen, hinten die schmale und untiefe Zufahrt.

Norrtälje - Anker Högmarsö, Norrviken, 24 sm.

Wetter: unterschiedlich bewölkt, W-WNW4.

Geschützte Ankerbucht

Nur unter Genua im Reff 1 segelten wir gleich nach dem Steg aus dem langen Fjord. Beim Slalom um die Inseln, mit unterschiedlicher Windrichtung und Stärke, musste gut aufgepasst werden. Als die Abdeckung durch Bäume uns den Wind nicht mehr abhielt ging es richtig schnell.
Draussen waren heute viele Segelboote unterwegs. Nach der Abzweigung Richtung Stockholm ging es dann hart am Wind. Und als der Wind fast von vorne kam, überholte uns die X-Jacht, die deutschen Nachbarn vom letzten Hafen, die höher am Wind segeln konnten und natürlich auch schneller waren. Wir brauchten jetzt den Motor.
Die Einfahrt zur Ankerbucht war eng und untief mit nur noch 60cm unter dem Kiel, ein Nervenkitzel. Stimmt die Seekarte wirklich? Sie war genau. Die Ankerbucht glich eher einem Waldsee, umgeben von Bäumen und auf der einen Seite Sommerhäuschen. Am Nachmittag tobten die Kinder am und im Wasser und am Steg wurde gearbeitet. Schwimmen um das Boot war heute auch schön, das Wasser hier war warm. Und hier es war windstill, die Wolken zogen aber immer noch nach Osten.
Am Abend ankerten nochmals zwei Segler, aber am Eingang der Bucht. Dann wurde es sehr still. In der Nacht regnete es.


Im Fahrwasser der Stockholmer Schären verkehren auch die grossen Finnlandfähren, da kann es eng werden.

Anker Högmarsö, Norrviken - Stockholm Navis Marina, 36 sm.

Wetter: WNW-NW 3-5, zwischendurch weniger oder mehr, schön, leicht bewölkt, warm.

Stockholm erreicht

Es war eine sehr geruhsame Nacht, still, ohne Schwell, ohne Wind. Die Ankerkette war dick mit Schlamm und Lehm eingepackt, die Ankerwaschpumpe musste gut und lange spülen. Zum Glück haben wir sie.
Bereits beim Verlassen der Bucht kamen wir in Gewässer mit Schaumkronen, es windete stark und sehr böig. Bald kamen wir auf das tiefe und meist breite Fahrwasser der Fähren und konnten so bis Stockholm segeln, meist am Wind, manchmal Halbwind. Das Segeln war allerdings anstrengend, einerseits mussten wir wirklich im Fahrwasser bleiben und von Seezeichen zu Seezeichen (bzw. von einem Waypoint zum nächsten) fahren, andererseits war der Wind sehr unregelmässig und böig, Wechsel innert Sekunden von 3kn auf über 20kn und gleichzeitig ein Winddreher von 90°, da kam der Autopilot nicht mehr mit und wir mussten viel selber von Hand steuern. Dass wir so durch das wunderschöne Inselparadies der berühmten Stockholmer Schären fuhren, bemerkten wir nur am Rande, die Konzentration lag auf unserem Kurs und beim Segeln.
Wir fuhren auf dem gleichen Fahrwasser wie die Fähren von Stockholm nach Finnland. Und ausgerechnet an einer der engsten Stellen kam uns ein solch riesiges Ding entgegen. Das Problem war nicht der Platz, sondern unsere Segelmanöver wegen der wechselnden Winde. Da die Fähren schnell unterwegs sind, war das Problem zum Glück auch schnell vorbei.
In den Vororten von Stockholm gab es nochmals eine Konfrontation mit den sehr schnellen lokalen Fähren, weil wir den Kurs wegen des drehenden Windes nicht halten konnten, und die Stockholmer Fähren bekannt dafür sind, dass sie nicht ausweichen.
Nach unserem Hafentrunk auf dem Schiff bewegten wir uns noch «etwas»: zu Fuss gings zum Bahnhof, dort war das Tourist-Office, und wir wollten für unseren Aufenthalt noch Informationen. Einerseits erhielten wir so einen ersten Eindruck der riesigen Stadt und einen aktuellen Stadtplan, andererseits waren wir nach dem 2x4km-Spaziergang noch müder als vorher, obwohl uns die Bewegung gut tat.


Blick vom Katarina-Lift auf die Südseite von Gamle Stan (Altstadt von Stockholm).

Stockholm Navis Marina - Stockholm Navis Marina, 0 sm.

Wetter: wenig Wind, Wechsel von N auf S, meist schön und sehr warm.

Sightseeing Stockholm

Mit dem Hop-on-hop-off-Bus fuhren wir um die halbe Stadt durch die nördlichen Inseln/Quartiere Stockholms. Anschliessend spazierten wir lange durch die Altstadt auf der Insel Gamle Stan und bekamen den mit Musik begleiteten Wachwechsel vor dem Königlichen Schloss mit. Die Gassen waren überflutet mit Touristen aller Art, auch viele Schweden hatten heute offenbar Zeit dazu. Auch wenn die Altstadt interessant war, es waren einfach zu viele Leute hier.
So spazierten wir auf die nächste Insel Södermalm, hier war es markant angenehmer. Wir waren nicht allein, aber wir konnten ungestört uns umschauen. Bei Slussen (Schleuse zwischen den Seen und dem Meer) ging es mit dem Katarinen-Lift auf eine Brücke mit Restaurant mit schöner Aussicht auf die Bucht und die Stadt. Über Mosebacke (wieder mit Aussicht) zur Katarinakirche und mit Umweg über Stigberg (geschützte alte Holzhäuschen) zur Sofiakirche mit ihrem Park, dann nochmals durch ein geschütztes Quartier Lotsgatan/Skeppargränd mit alten und kleinen Holzgebäuden zur Hauptstrasse durchs Quartier Södermalm.
Hier wollten wir wieder den Sightseeing-Bus nehmen. Aber er fuhr an der Haltestelle vorbei, als gerade ein anderer lokaler Bus dort stand. So spazierten wir einfach zur nächsten Haltestelle, hier mussten wir aber sehr lange auf den nächsten Bus warten. Immerhin fuhr er uns wieder auf die andere Stadtseite in die Nähe der Marina.
Morgen werden wir die Touristen-Hotspots meiden und mit den Velos fahrplanlos die Stadt bzw. die Inseln erkunden.


Die bekannten farbigen Häuser am Stortorget in der Altstadt von Stockholm.

Stockholm Navis Marina - Stockholm Navis Marina, 0 sm.

Wetter: schön und sehr warm, wenig Wind.

Mit dem Velo durch Stockholm

Am Morgen versuchte Toni, die Wifi-Antenne zu reparieren. Vom grossen Motorboot neben uns konnte man gut auf das Gerät und die Kabel zugreifen. Leider war auch das erfolglos.
Wer in Zürich Velofahren kann, kann es auch in der Grossstadt Stockholm. Der Verkehr ist zwar hektisch, die Velofahrer fahren schnell, aber es gibt auch viele gute Velorouten.
Allerdings sind auch viele Touristen unterwegs, die nicht merken, dass sie auf der Veloroute spazieren! Toni musste nochmals zum Stortorget auf der Insel Gamle Stan beim Nobelmuseum, weil die Beleuchtung der bekannten farbigen Häuser am Vormittag besser war.
Wir fuhren auch zu den Inseln Skeppsholmen und Kastellholmen, wo wir noch nicht waren, mit Sicht auf Gamle Stan und das Schloss, aber auch Sicht auf Grön Lund, dem Tivoli von hier, also eine permanente Chilbi, und zum Vasa-Museum. Auch die Markhalle von Södermalm besuchten wir, wo es Gruyerzer- und Appenzeller Käse und vieles andere gab, die wir aber nicht kauften! Das Mittagessen war heute etwas mondäner im Restaurant, denn es galt noch den 70sten von Toni zu feiern.
Wir mussten wieder Grosseinkauf machen, der Transport mit dem Velo ist bequemer. Und auf der Heimfahrt machten wir noch einen Umweg, zuerst durch Söderholm und über den Klara Plan, dann aber weg von der Stadthektik durch den nahen Wald der Insel Djursgården. Heute war noch mehr Betrieb in der Stadt. Es findet ein Kulturfestival statt und die Menschen kamen in Bussen aus ganz Europa.
Zurück auf dem Boot, nachdem die Velos wieder hochgehievt und verräumt waren, wurde endlich wieder mal das Boot abgespült und gleich auch der Wassertank gefüllt.


Beim Baggensstäket, der schmalsten Stelle: Bevor man links in den Kanal fahren kann, muss noch um den grünen Pfosten gezirkelt werden, dieser muss backbord bleiben.

Stockholm Navis Marina - Gustavsberg, 11 sm.

Wetter: S2-3, schön und sehr warm.

Fahrt durch den Baggensstäket

Heute wurde es wieder einmal sehr eng. Von Stockholm gings durch das Nebenfahrwasser Skurusund wieder etwas zurück nach Südosten. Der Sund war eng und felsig, die Bewohner der Villen weit oben am Hang können ihren Bootssteg teilweise nur über steile Treppen durch die Felswand erreichen, die Autobahnbrücke quert 30m über uns die Schlucht. Etwas später, beim Baggensstäket, wurde es so eng, dass kaum ein anderes Schiff kreuzen konnte, aber es war immer tief genug (ca. 3.5m) und gut markiert. Vor Gustavsberg ging es dann nochmals durch ein enges Fahrwasser.
Der Spaziergang durch Gustavsberg dauerte nicht so lange. Früher war hier Industrie, jetzt erinnert nur noch ein Museum und die umgenutzten Fabrikgebäude an die Porzellanfabrik. Heute gibt es hier eine grosse Marina und eine Schiffswerft und einen grossen Busbahnhof. Von hier fahren die Busse in alle Richtungen dieser Insel.


Stockholmer Schären, Eriktorpsviken: Doppelregenbogen kurz vor Sonnenuntergang.

Gustavsberg - Anker Eriktorpsviken, 15 sm.

Wetter: SW2-3, meist bedeckt und auch einige Regentropfen, am Abend schöner (und kühler).

Langsamsegeln zur Ankerbucht

In der Nacht regnete es kurz und heftig, und auch am Morgen tröpfelte es mal ein bisschen. Wir verliessen den Hafen erst nach dem Kaffee. Zuerst mussten wir wieder durch die Enge fahren, aber nachher gings kreuzend und hart am Wind im Zickzack um die Inseln der Stockholmer Schären, allerdings sehr langsam, einerseits wegen den Reffs im Segel, die wir wegen den Böen eingerollt hatten, andererseits wegen den schwachen Winden hinter den Inseln. Ein kleines Stück kürzten wir unter Motor ab, da das Aufkreuzen im engen Fahrwasser nicht wirklich sinnvoll gewesen wäre.
Bei der Einfahrt in unsere Ankerbucht, gerade kurz vor dem Ankersetzen, sahen wir keine 50m entfernt einen Rehbock um Ufer stehen und grasen. Als er uns dann bemerkte, verzog er sich langsam in den dunklen Wald, wir sahen ihn nicht mehr. Wir waren ganz allein, es hatte ein kleines Jägerhäuschen mit Steg, weit entfernt auf einer anderen Insel hatte es einige wenige Häuser. Etwas später kam langsam ein schwedischer Segler mit seinem kleinen Boot segelnd in die Bucht, fuhr langsam den Felsen entlang und setzte ganz zuhinterst in der Bucht, fast im Schilf, seinen Heckanker. Etwa 2 Stunden später machte das auch ein Motorboot und setze seinen Anker sehr nahe am Segler. Dieser ergriff die Flucht, zog seinen Anker rauf und tuckerte aus der Bucht hinaus.
Kurz vor Sonnenuntergang regnete es und es gab einen Doppelregenbogen, der sich im Wasser spiegelte.


Weekend in den Stockholmer Schären. Die Ankerbuchten sind voll (siehe die vielen Masten links hinter den Bäumen)

Anker Eriktorpsviken - Anker Björkösund (Ornö), 13 sm.

Wetter: schön, SW3-4.

Nochmals Ankern in den Stockholmer Schären

Es war eine schöne und ruhige Nacht. Offensichtlich kam spätnachts nochmals ein Segler in die Bucht und ankerte hinter uns.
Wir setzten die Segel schon in der Bucht und liessen uns hinaustreiben, der Wind war noch sehr schwach. Erst später wurde er etwas heftiger, sobald man aus dem Windschatten der Inseln kam. Aber es hatte eine Unmenge von Schiffen unterwegs; Segelboote mit und ohne Segel, Motorboote, in alle verschiedenen Richtungen, es kam Züriseefeeling auf. Die meisten waren auch unterwegs nach Ornö, die grösste Insel im Stockholmer Schärengarten. Nach einer Weile war fertig mit Segeln, das Fahrwasser zwischen den Inseln führte gegen SW, der Wind kam auch von dort. Zwischendurch konnte man in einer windgeschützten Bucht die vielen Schiffe sehen, die dort ankerten, die meisten mit Heckanker und mit Bug zur Felswand, Motor- und Segelboote. Der Anblick war gewöhnungsbedürftig, wenn die vielen Schiffe so am Fels zu kleben schienen, unter Ankerbucht verstanden wir bisher etwas anderes.
Es war Wochenende, wahrscheinlich das letzte schöne und warme Weekend, um nochmals in die Schären zu segeln, nächste Woche wird es wohl einsamer werden. Ursprünglich hatten wir einen Gästehafen vorgesehen, angesichts der vielen Boote schien es uns besser, zu ankern (aber nicht an der Felswand). Auch in unserer Ankerbucht waren bereits drei Schiffe, eines freischwingend unter Heckanker (der Wind also von achtern!), so wird hier anscheinend geankert, die anderen am Fels, und es kamen nochmals drei. Einige waren Tagesausflügler. Zum Übernachten waren wir noch zwei Segelschiffe.


Insel Ornö, das lokale Museum mit Café, ab 16 Uhr geschlossen.

Anker Björkösund (Ornö) - Brunnsviken Ornö, 2 sm.

Wetter: zuerst schön SW 1-2, später SW3-5, nachher bedeckt SSW2, am Abend windstill.

Inselrundfahrt Ornö mit Velo

In der Nacht war es windstill. Später hatten wir in der Ankerbucht SW1-2 und Sonne. Elisabeth nutzte es und ging nochmals schwimmen. Erst nach dem Zmittag fuhren wir knapp 2 nm zum kleinen Gästehafen Brunnsviken auf Ornö, nachdem wir viele Boote sahen, die vor der Ankerbucht wieder zurück Richtung Stockholm fuhren. Tatsächlich lagen gerade noch 3 andere Boote hier, end-of-season. Die Infrastruktur ist sehr einfach, 2 Kompost-WCs, eine Dusche, ein Büro der Hafenmeisterin, und in der Garage ein Kiosk mit den nötigsten Lebensmitteln, etwas weiter oben einige Campinghütten.
Wir fuhren mit den Velos – zuerst auf Naturstrasse – auf die andere Seite der Insel zum anderen Gästehafen, dessen Infrastruktur noch einfacher war. Dort steht auch die Kirche, ein Museum mit Café, ein geschlossenes Restaurant, eine Mini-Pizzeria, und auch ein neues kleines Schulhaus. Unterwegs sahen wir einen grösseren Bauernhof und einige wenige Häuser, aber sehr viele Briefkästen – für die Häuser weiter weg von der Strasse. Und den lokalen Bus, der doch 4x täglich von der Fähre quer über die Insel fährt.
Auf der Rückfahrt auf der gleichen Strasse, es gibt keine andere, wurden wir aufgehalten: Die Heidelbeersträucher waren zwar schon herbstlich rot, aber noch voller Beeren, die Dose war schnell gefüllt.


In der Bucht Nåttarö Östermarsfladen mit Bojen, gut geschützt gegen Schwell und Wind.

Brunnsviken Ornö - Nåttarö Östermarsfladen (Boje), 15 sm.

Wetter: schön, W3-4.

«Anker»-Bucht mit Bojen

Früh am Morgen, vor 7 Uhr, weckte der deutsche Zweimaster alle. Er brauchte seinen Bugstrahler, um aus dem engen Platz zu kommen. Als letzter angekommen, fuhr er als erster los. Wir nahmen es gemütlich und lösten um 9 Uhr die Leinen.
Die erste Stunde mussten wir aufkreuzen. Dann ging es hart am Wind und schnell bis zur Einfahrt in die enge Passage zu den Buchten der Insel Nåtterö. Vorher wurden die Segel geborgen und wir tuckerten vorsichtig in die Bucht. Eigentlich wollten wir hier ankern, aber es gab so viele Bojen und so viele waren frei. So machten wir an einer fest.
Zum Dinghi aufpumpen, es dauert eine Stunde, bis alles gemacht ist, waren wir zu faul. Das Wegräumen, dauert auch nochmals so lange! So machten wir uns einen gemütlichen Nachmittag auf dem Boot und schauten Buchtenkino. Einige Boote kamen nach uns und sogar nach Sonnenuntergang kamen noch einige.
Karten studieren und Lesen war dann das Nachmittagsprogramm. Bootsarbeiten im kühlen, starken Wind draussen wurden verschoben, es wäre doch zu ungemütlich gewesen!


 

Das ist der Text in der Fusszeile.