Logbuch Etappe 12:
Rund Skagerrak: vom Kap Lindesnes nach Göteborg
von Mandal nach Styrsö Sandvik
2025-08-17 - 2025-08-29, 13 Tageseinträge, 261 sm.
Von Mandal segelten wir entlang der SE-Küste Norwegens nach Stavern bei Larvik und querten den Skagerrak nach Schweden. Bei idealen Verhältnissen und schnellen und langen Tagesetappen erreichten wir die Schären von Göteborg.
Sonntag, 17.08.2025:
Mandal - Åros Feriesenter, 21 sm.
Wetter: zuerst windstill, dann SW2-5, sonnig .
Der südlichste Stein von Norwegen
Bis Mittag war es windstill. So nutzten wir die Gelegenheit für eine kleine Velotour. Wir fuhren auf einem Strässchen am Fluss Mandelva entlang bis zum nächsten Dorf und kehrten dort um, um die gleiche wunderschöne Landschaft von der «anderen» Seite zu sehen. Es hatte kaum Autoverkehr, aber viele Velofahrer. Allerdings fast alle auf Rennrädern und doppelt so schnell wie wir. Jogger gabs auf der Strasse, und auch Trainierende mit Roll-Langlaufskier.
Erst nach Mittag lösten wir die Leinen und tuckerten den Fluss hinunter. Aber auch vor dem Strand in der weitläufigen Bucht kam der Wind nicht über 4kn. So machten wir beim Leuchtturm Ryvingen (der südlichste Leuchtturm von Norwegen) einen Motorstopp und Elisabeth machte (erfolgslose) Geduldsspiele mit ihrer Fischerleine. Aber wenigstens frischte der Wind auf und wir konnten - zuerst ganz langsam - segeln. Dabei umrundeten wir den südlichsten Punkt von Norwegen, die kleine Schäre Pysen, weniger als 1m hoch und besetzt von Seevögeln. Am späteren Nachmittag hatten wir bis 16 kn Wind und segelten bei dem achterlichen Wind nur noch mit der Genua.
Wir wollten wieder einmal ankern und hatten als Ziel den Olavsundet bei Ny-Hellesund ausgesucht, mit der Annahme, dass wir am Sonntagabend beim norwegischen Ferienschluss die Bucht für uns allein haben würden. Nach der kniffligen Einfahrt entlang Felswänden und Untiefen waren wir etwas geschockt. An jeder Ecke und jeder Felswand war ein Boot. Bei diesem Betrieb fühlten wir uns nicht wohl (auch das Ankern wäre wegen unserem Schwojen nicht ganz so einfach gewesen). So fuhren wir wieder aus der Bucht. Plan B war der Gästehafen beim nahen Ferienzentrum. Dort war genügend Platz - wir waren die einzigen Gäste im Hafen.
Ein kleiner Spaziergang führte durch die riesige Camping-, Cabins- und Ferienhäuschenanlage mit Sandstrand, grossem Kinderspielplatz und blauem Swimmingpool. Aber uns gefiel es am einsamen Gästesteg weit weg vom Betrieb.
Montag, 18.08.2025:
Åros Feriesenter - Grimstad, 36 sm.
Wetter: am Morgen windstill, unterwegs meist SW5, sonnig, zwischendurch Seenebel.
Achterliche Wind und Wellen
Beim Start war es noch fast windstill, aber schon beim Leuchtfeuer Oksøy (vor Kristiansand) hatten wir dann den schnellen Wind nach NE, allerdings sehr achterlich, und so kreuzten wir vor dem Wind. Als dann der Wind immer bei 5 bft lag, segelten wir nur noch mit der Genua, dafür noch tiefer vor dem Wind. Die Wellen waren moderat. So sausten wir an Lillesand vorbei (unser heutiges Ziel) und steuerten auf Grimstad zu. Unterwegs sahen wir gerade einmal 1 Segelboot, sonst nur Fischer und Frachter auf dem Skagerrak.
Im grossen Gasthafen sind wir nur vier Gastboote. Auch in der Stadt sahen wir beim Spaziergang nur wenige Touristen, die meisten Cafés und Restaurants waren geschlossen, und die Läden an der Storgata machten die Türen auch gerade dicht (um 17 Uhr). Die Museen haben auch nur noch am Wochenende offen, hier u.a. das Henrik Ibsenmuseum
Zurück bei der Regina gab es wieder einmal eine gründliche Reinigung mit viel Wasser und auch Seifenwasser und Schwamm. Und anschliessend brauchten auch wir eine Dusche.
Dienstag, 19.08.2025:
Grimstad - Grimstad, 0 sm.
Wetter: starke Winde aus N und E, meist sonnig.
Pausetag wegen falscher Windrichtung
Ein sehr gemütlicher Vormittag an Bord mit Sonne, allerdings mit dem falschen Wind direkt ins Cockpit. Am Nachmittag besuchten wir das modernere Quartier im Süden, hier hat es neben mehreren neuen mehrstöckigen Mehrfamilienhäusern ein Shoppingcenter und alle Lebensmittelläden, die es in Norwegen so gibt: Rema1000, Spar, Kiwi, Coop Extra.
Anschliessend bestiegen wir die Møllerheia mitten in der Stadt und wanderten auf dem Knut-Hamsuns-Ruslesti über der Felswand oberhalb der Storgata. Hier waren gute Schuhe angesagt, zwei Stellen waren sogar mit Seilen gesichert. Dieser Weg ist berühmt, weil Knut Hamsun diesen in einem seiner Romane beschrieben hatte. Knut Hamsun ist der zweite berühmte norwegische Dichter und Schriftsteller (Literatur-Nobelpreis) neben Henrik Ibsen, die einen engen Bezug zu dieser Stadt haben.
Mittwoch, 20.08.2025:
Grimstad - Arendal, 12 sm.
Wetter: am Morgen starker N, später E1-2 und SE2, am Abend SW3, meist sonnig oder leicht bewölkt.
Mühsamer Winddreher
Der Wind drehte tatsächlich wie in der Wetterprognose angezeigt: von starkem N über schwachem SE nach stärkerem S. Nur das Timing war nicht erwartungsgemäss. Wir warteten noch im Hafen auf den Dreher nach E, dieser war dann aber sehr schwach, und zusätzlich hatten wir noch die Dünung aus N vom vorherigen starken Wind im Skagerrak. Das Segeln war eher frustrierend, so wurde die kurze Etappe halt grösstenteils unter Motor zurückgelegt. Im Gästehafen von Arendal kam dann der stärkere Südwind.
Arendal ist eine grössere Stadt mit langer Geschichte in der Seefahrt, und auch eine lebendige und urbane Stadt, zumindest die Innenstadt.
Donnerstag, 21.08.2025:
Arendal - Risør, 26 sm.
Wetter: von E2 über ESE1 bis S und SSW5, leicht bewölkt.
Schärengartenslalom unter Segel
Am Vormittag hatte es noch N und NE, der falsche Wind für uns. So spazierten wir nochmals durch Arendal, fuhren mit dem Schindler-Lift auf die Aussichtsplattform oberhalb der Stadt und gingen noch einkaufen.
Erst nach 14 Uhr lösten wir die Leinen, der Wind hatte schon von N nach E gedreht. Allerdings war er noch schwach, und im Sund von Arendal hinter den Inseln waren wir zu gut abgeschirmt. Als wir auf den offenen Skagerrak kamen, erhofften wir uns genügend Wind, allerdings quälte uns – neben dem zu schwachen Wind – die Dünung und der Gezeitenstrom nach SW. So schwenkten wir schnell wieder auf das Innere Fahrwasser, das hinter den Schären nach NE führte. Hier wurden wir positiv überrascht: der Wind wurde stärker und sogar durch die Inseln beidseitig vom Fahrwasser kanalisiert. Es war ein herrliches Segeln, mit achterlichem Wind nur unter Genua, und durch die schöne Schärenlandschaft von Lingør, gut signalisiert mit rot und grün und Leuchttürmchen. Allerdings waren auf jeder Insel Sommerhäuser. Die meisten jetzt nicht mehr bewohnt.
Kurz vor Risør gings es nochmals über das schaukelige Wasser des Skagerraks, doch in der Hafenbucht war dann fast kein Wind mehr.
Dafür gabs im Gästehafen Schwell und es schaukelte weiter. Gerade mit dem Sonnenuntergang war Regina festgebunden, einen Minispaziergang ins Zentrum von Risør machten wir nach dem Znacht.
Freitag, 22.08.2025:
Risør - Kragerø, 14 sm.
Wetter: NW oder NNW 3-5, sonnig, am Abend heftige Schauer mit Hagel.
Kürzer oder länger?
Wir gehörten zu den ersten, die den Hafen verliessen. Und schon nach wenigen Minuten hatten wir die ersten 5er-Böen. Sowohl zwischen den Schäreninseln als auch auf dem offenen Skagerrak mussten wir aktiv segeln, die Windrichtung und -stärke änderten sich laufend. Aber im Schnitt hatten wir eine schnelle Fahrt.
Vor der Abzweigung nach Kragerø überlegten wir lange, ob wir nach Jomfruland oder gar Stavern durchsegeln wollten, zeitlich hätte das problemlos gepasst. Aber der Gästehafen von Jomfruland ist nordexponiert, für heute nicht so günstig, und für die Passage nach Stavern würde der Wind am Nachmittag wahrscheinlich nicht mehr reichen, dazu wären wir zu hart am Wind und müssten womöglich sogar aufkreuzen. Im letzten Augenblick entschieden wir uns für den Gästehafen in Kragerø und einen gemütlichen Nachmittag, die Passage für morgen scheint wettermässig auch ok zu sein.
In Kragerø machten wir einen längeren Spaziergang, fast eine Wanderung. Zuerst durch das Zentrum mit den engen urbanen Strassen, Läden und Restaurants, dann über die Brücke zur Insel Øya und dort durch Wald und über Felsen auf den Aussichtpunkt Veten mit schönem Blick auf die Stadt und die vielen Schäreninseln. Der Abstieg führte dann über einen luftigen Steg mitten in der Felswand zum Seebad.
Kaum waren wir wieder auf dem Boot, kam der erste Schauer. Im Laufe des Abends gab es noch mehr heftige Schauer, teils mit Hagel, und alle Viertelstunde einen Regenbogen. Und der Gästehafen füllte sich, einige Segelboote, aber vor allem viele Motorboote. Ist vielleicht heute Freitagabend schon Weekend?
Samstag, 23.08.2025:
Kragerø - Stavern, 24 sm.
Wetter: W-N1-4, sonnig.
Geduld
Als wir um 9 Uhr ablegten, waren die meisten Bootsgäste noch nicht zu sehen.
Heute brauchte es Geduld und besonders viel Aufmerksamkeit. Der Wind verhielt sich nicht so wie erwartet und unangenehm war, dass er ständig drehte und abflaute, um 2 Minuten später wieder aufzufrischen. 5x musste der Motor ein- und wieder ausgeschaltet werden, die Segel ein- und wieder ausgerollt werden. So waren wir beschäftigt!
Dass wir durch den engen Langøy-Sund unter Motor fahren mussten, war klar. So konnten wir die schönen Sommerhäuser in Ruhe anschauen, die meisten waren schon verlassen.
In Stavern fanden wir einen etwas schaukeligen Platz. Der Hafen war gut belegt. Wochenende!
Am Nachmittag machten wir unsere Deckspflege, die jährlich nötig ist. Der inzwischen starke Wind und die Sonne trockneten schnell alles wieder. Auf eine Besichtigung von Stavern verzichteten wir, wir waren ja schon mehrere Male hier.
Sonntag, 24.08.2025:
Stavern - Havstenssund, 45 sm.
Wetter: NNW-NW-W 2-4, meist sonnig.
Passage nach Schweden
Auf Grund des Wetterberichts (Winddreher von N nach W) starteten wir heute früher als üblich, im Hafen war es noch still. Wir waren die einzigen, die losfuhren. Aber leider stimmte der Wetterbericht wieder einmal nicht, statt N4 für unsere Passage hatten wir NW2-3, dazu störten die berüchtigten Skagerrak-Wellen aus allen Richtungen. Mehrfach starteten wir den Motor, um kurz darauf bei 8kn Wind das Segeln wieder zu probieren. Auch ein Kurs nach NE oder nach SE statt Richtung Strömstad stand zur Diskussion. Erst bei Schwedens Schären konnten wir vernünftig segeln. Trotz des Langsam-Segelns, aber zusätzlich mit den schnelleren Motormeilen waren wir früh bei den Koster-Inseln. So entschieden wir uns, hinter den Schären auf dem Hauptfahrwasser etwas weiter nach Süden zu fahren anstatt nach Strömstad. Mittlerweile hatten wir W4 und keine Wellen, so fanden wir doch noch einen genussvollen Ausgleich.
Am langen Steg im Gästehafen von Havstenssund waren wir die einzigen Gäste, allerdings war es etwas windig.
Montag, 25.08.2025:
Havstenssund - Mollösund, 48 sm.
Wetter: NNE1-3, später NW2-5, sonnig.
Langes Segeln ausserhalb der Schären
Wieder ging es früh los und wieder wars anfangs fast windstill. Dann segelten wir mit sehr achterlichem Wind, und als wir beschlossen hatten, mit dem Gennaker zu segeln, ging der Wind wieder weg. Es war schon alles vorbereitet: Bugkoje backbord geräumt, den Gennaker aus der Kiste und aufs Deck geholt, die Schot steuerbord montiert, sogar das Segel im Schlauch mit dem Fall hochgezogen, viel Arbeit also. Schon ärgerlich! Alles wurde wieder weggeräumt.
Nach dem Winddreher auf NW hätten wir noch eine Stunde gennakern können, allerdings dann backbord. Aber wir wussten ja, dass der Wind noch auffrischen würde. Und das tat er auch, bis auf 5 bf! So wurde es auch nur unter Genua eine schnelle Fahrt. Die Schären waren schön beleuchtet, der Himmel blau und das Meer auch. Schon am späteren Nachmittag war Abendstimmung und wir genossen die Fahrt.
Mollösund ist ein schönes altes Fischerdörfchen. Der Dorfladen war leider schon zu. Die meisten Häuser werden als Sommerhäuser genutzt und waren verlassen. Mehrere kleine Fischerboote kamen nach uns in den Hafen.
Dienstag, 26.08.2025:
Mollösund - Öckerö Hamn (Göteborg), 28 sm.
Wetter: SW2-4, zuerst sonnig, später bedeckt, am Abend kurz Nieselregen und SE2.
Aktivsegeln am Wind
Gestern hatten wir wohl den letzten Tag mit nördlichen Winden. Aber mit dem SW von heute reichte es gerade noch, ausserhalb der Schären bis in die Nähe von Göteborg zu kommen. Morgen hätte das nicht mehr geklappt. Allerdings segelten wir am Limit und hart am Wind, und manchmal auch entlang von kleinen Schären und Inseln und Untiefen, was man ohne genauen Seekartenplotter wohl nicht gemacht hätte. Und immer spannend, wenn ein etwa gleich grosses Schiff auf dem gleichen Kurs segelt . . .
Offenbar haben wir kleine Geister an Bord, die uns etwas fordern. Gestern streikte der Kühlschrank (aus irgend einem Grunde war der Temperaturregler verstellt), und heute zeigte der elektronische Kompass um 180° die verkehrte Richtung an (konnte während der Fahrt in Schräglage mit dem Handbuch gelöst werden).
Der Gästehafen von Öckerö ist klein, zusammen mit einem Camperplatz, aber gut und schön eingerichtet. Nach der Ankunft mussten wir als Erstes wieder einmal einkaufen, wir haben fast alles aufgegessen bzw. in den letzten Tagen unterwegs hatte es keine Einkaufsgelegenheit.
Mittwoch, 27.08.2025:
Öckerö Hamn (Göteborg) - Öckerö Hamn (Göteborg), 0 sm.
Wetter: meist bedeckt, wenig Sonne, wenig Nieselregen.
Besuch Göteborg
Heute besuchten wir Göteborg. Es gibt eine direkte Busverbindung vom Hafen der Insel Öckerö. Der Bus wird mit der Fähre aufs Festland gebracht und so erreichten wir in 50 Minuten bequem und stressfrei die Stadt.
Im Gästehafen in Göteborg waren wir früher schon einmal, hier auf der Insel ist es ruhiger. Wir schauten uns den Hafen natürlich an und sahen nur ein Gastboot aus England. Der 86 m hohe «Utkiken», das markante Hochhaus gerade neben dem Gästehafen, war leider für Besucher wegen Baustelle gesperrt. Überhaupt waren in der ganzen Stadt überall auffallend viele Baustellen. Auch im Botanischen Garten, mit vielen schönen Rabatten und Blumen, waren die Palmenhäuser wegen Renovation gesperrt. Wir liessen uns durch die Strassen treiben. Besonders am späteren Nachmittag waren sehr viele Menschen unterwegs.
Bei der Heimreise war der Bus sehr gut besetzt und wir kamen müde von den vielen Eindrücken zurück in den ruhigen Hafen.
Donnerstag, 28.08.2025:
Öckerö Hamn (Göteborg) - Öckerö Hamn (Göteborg), 0 sm.
Wetter: meist sonnig und warm, Schleierwolken, fast kein Wind.
Insel-Hopping mit dem Velo
Bei Göteborg hat es viele Schäreninseln. Die nördlichen Schären haben als Mittelpunkt Öckerö, nördlich ist Hälsö über eine Brücke erschlossen, die Inseln Källö, Hyppeln und Rörö werden mit Fähren von der Nordspitze von Hälsö aus erreicht. Wir sind heute bis zum Fähranlieger gefahren. Der Rückweg erfolgte mit Umwegen durch Öckerö.
Am Nachmittag pedalten wir an die Südspitze dieser nördlichen Schären. Zuerst über die Brücke nach Hönö und wieder über eine Brücke nach Fötö. Hier kehrten wir an der Südspitze beim Gasthafen um. Auf dem Heimweg gings beim Supermarkt vorbei. Alle Inseln sind recht dicht besiedelt, es hat allerdings nur Einfamilienhäuser und sicher auch viele Ferienhäuser, und es hat ziemlich viel Verkehr auf der einzigen Hauptstrasse. Die Autofähre ab Hönö Richtung Göteborg fährt ja auch im 10-Minuten-Takt.
Bei der Heimfahrt von Hälsö am Vormittag sahen wir ganz nahe bei unserem Hafenplatz den Ölhändler, der neben Diesel und Benzin auch Gas verkauft. Gestern wurde unsere grosse Gasflasche endlich leer, die wir schon seit längerem versuchten aufzubrauchen. Denn diese schwedische Gasflasche können wir nur in Schweden umtauschen. Und das war nun fast die allerletzte Gelegenheit dazu.
Freitag, 29.08.2025:
Öckerö Hamn (Göteborg) - Styrsö Sandvik, 7 sm.
Wetter: bedeckt, S4-5, am Nachmittag bewölkt und weniger Wind.
Kurzetappe und Inselrundwanderung
In der Nacht hatte es geregnet. Doch als wir ablegten, war der Regen vorbei. Aber es war grau. Unser Ziel heute waren die autofreien südlichen Schären von Göteborg. Mit dem starken Südwind und den vielen Fähren, die zwischen den Inseln und nach Göteborg fahren, war uns das Aufkreuzen im Fahrwasser der grossen Schiffe zu mühsam. Es war ja nicht weit.
Am Nachmittag machten wir eine Rundwanderung um die Insel, einerseits auf schmalen Strassen im Siedlungsgebiet, andererseits auf breiten Spazier-Wander-Jogging-Wegen, später der Küste entlang auf schmalen Trampelpfaden. Das «autofrei» war relativ, die Leute fahren mit Elektro-Golfwagen recht zackig herum, Motorräder müssen nicht elektro sein, und die dreirädrigen Transportmofas aus dem letzten Jahrhundert sind lärmig und stinken, die Jugendlichen, die damit herumfahren, haben diese natürlich etwas upgraded auf mehr Lärm und mehr Speed.
Unterwegs bestiegen wir die beiden Aussichtspunkte, die am Weg lagen, einer davon war der Stora rös. Dieser Gipfel hatte neben der Aussicht auf die umliegenden Inseln auch seine Geschichte aus dem WW2, einige Ruinen einer Festung sind noch sichtbar. Wir konnten aber auch auf die Nachbarinsel Donsö hinüberschauen, die wir schon mehrere Male besucht hatten. Entlang der Südküste mit mehreren Ankermöglichleiten (es waren auch Segelschiffe hier) und dem lokalen Badestrand war der Weg eher ruppig. Er führte über grosse Steine und urwaldähnliche Buschzonen. Nach gut drei Stunden waren wir wieder zurück auf dem Boot.

Etappe vorher
zu den Tagesbildern in gross (neue Seite)
zur Einstiegsseite