Südnorwegen 2025, Log-Übersicht

Logbuch Etappe 3:
Von Kopenhagen nach Göteborg

von Vallensbæk nach Donsö (Göteborg) 

2025-05-11 - 2025-05-25, 15 Tageseinträge, 178 sm.

Zuerst durch den Øresund nach Helsingör/Helsingborg, anschliessend via Varberg nach Donsö bei Göteborg. Sehr lange Wartezeiten wegen des starken Nordwindes.



Aussicht vom Top der Insel Flakfortet im Øresund mit Blick nach Kopenhagen hinüber.

Vallensbæk - Flakfortet, 24 sm.

Wetter: zuerst bedeckt und SE3, später sonnig S2.

Fahrt mit dem Strom zur Insel

Eigentlich wollten wir einen zweiten Tag in Kopenhagen verbringen, aber heute war Stadtmarathon kreuz und quer durch die Stadt mit vielen gesperrten Strassen, das sollen andere geniessen. Wir nutzten den Wind und das Wetter, um auf die andere Seite Kopenhagens zu gelangen für die Weiterfahrt nach Norden im Øresund. Zuerst mussten wir aufkreuzen, um aus der Køgebucht herauszukommen, und im Sund hatten wir dann achterlichen Wind, der immer schwächer wurde, aber der Strom mit fast 2kn schwemmte uns nach Norden.
Flakfortet ist eine künstliche Insel mitten im Sund, die zum ersten Weltkrieg zu einer Flak-Insel ausgebaut wurde. Im WW2 waren dann die Deutschen da. Die Anlage ist immer noch imposant. Aber der Hafen dient heute nur noch als Hafen für die Freizeitschifffahrt. Im Hafenbüro hatte es Bilder, die den vollen Hafen zeigten, sicher über 200 Boote in 3er- und 4er-Reihe. Heute Abend liegen hier 4 Segelschiffe. Und für diese Menge von Besucher – es kommt auch noch regelmässig eine Fähre von Kopenhagen – hat es auch etwas Infrastruktur: Riesige Grillplätze, viele Picknickbänke und ein Restaurant.
Nach der Ankunft besuchten wir den Hafenmeister (er wohnt in Kopenhagen und pendelt jeden Tag mit seinem Motorboot) und machten einen Spaziergang um und über die Insel, schauten uns die maroden militärischen Überbleibsel an und bewunderten die Aussicht (Silhouette von Kopenhagen und Malmö inkl. die Øresundbrücke, die die beiden Städte verbindet).


Einer der vielen Büsche und Bäume im Arboretum von Hørsholm/Rungsted.

Flakfortet - Rungsted, 13 sm.

Wetter: bedeckt und etwas Regen, SE1, am Nachmittag sonnig mit S2, am Abend windstill.

Kurze Motorbootfahrt zum Arboretum

Erst gegen 11 Uhr verliessen wir die Insel Flakfortet und fuhren unter Motor nach NW nach Rungsted. Es hatte keinen segelbaren Wind. Diese kurze Motorfahrt war schon gestern absehbar. Erst morgen gibt es voraussichtlich wieder Wind.
Am Nachmittag fuhren wir mit dem Velo zum Ort Hørsholm (Rungsted gehört dazu). Im Internet suchten wir die 5 wichtigsten Sehenswürdigkeiten: eine davon war der Hafen Rungsted. Eine andere war das nicht mehr vorhandene barocke Schloss Hirschholm, welches 1812 schon abgebrochen und durch eine Kapelle ersetzt worden war. Aber den Schlosspark mit den Seen und Alleen gibt es immer noch. Die dritte Sehenswürdigkeit war wirklich sehenswert, das Arboretum, ein riesiger Park mit Büschen und Bäumen aus allen Weltregionen. Jetzt im Frühling blühte und duftete es so richtig, und die Vögel waren fast aufdringlich laut. Der Park gehört zur Universität und wird für die Ausbildung eingesetzt. Die letzte Sehenswürdigkeit war Hørsholm Midtpunkt, so quasi das Zentrum der Einfamilienhausortschaft mit einigen älteren Häusern an der alten Hauptstrasse. Und mit einigen Läden und einem grösseren Einkaufszentrum mit riesigem Parkplatz. So haben wir auch gleich noch eingekauft. Das fünfte Highlight sei der Park und Museum von Karin Blixen, eine offenbar berühmte dänische Romanschreiberin. Dort fuhren wir aber nur vorbei.
Am Abend wurde es windstill, die Boote der Marina waren alle wieder zurück (auffällig viele X-Yachten, die einen Abendtörn machten), und die vielen Restaurants leerten sich. Unter der Kuchenbude wurde es richtig angenehm warm.


In der sehr gut erhaltenen Altstadt von Helsingør

Rungsted - Helsingør, 10 sm.

Wetter: zuerst W4, später W5, im Hafen zum Schluss W7-Böen, am Abend schwachwindig, meist sonnig.

Kurzer Segeltrip bis Helsingör

Im Hafen hatte es fast keinen Wind, beim Segelsetzen hatten wir W4, und bis vor dem nächsten Hafen mussten wir noch tüchtig reffen. Kaum waren wir fest an einem Gästeliegeplatz, sauste eine 7er-Böe über uns weg. Wie es mit Segeln weitergeht, wissen wir noch nicht, der Wetterbericht ändert laufend die Windstärken und Richtungen, die Meteorologen haben offensichtlich das Hoch über Schottland und das Tief über Polen / Baltikum nicht so richtig im Griff.
Wir machten einen ersten Rundgang durch die Stadt, zuerst zum Schloss Kronborg, dann zum zentralen Kulturzentrum und dem Museumshafen, anschliessend noch durch die gut erhaltene (/gepflegte) Altstadt von Helsingør. Aber auch in der Stadt pfiff der starke und kalte Westwind durch die Gassen.
Am Abend gab es eine Rhabarberwähe, ausnahmsweise wurde der Gasbackofen wieder einmal in Betrieb genommen, und das sehr sehr zufriedenstellend.


Auf dem Turm des Slot Kronborg in Helsingør, Blick in den Innenhof.

Helsingør - Helsingør, 0 sm.

Wetter: NW5-6, bewölkt, wenig Sonne.

Abwettern mit Schlossbesichtigung

Wir bezahlten nochmals 2 Nächte. Bei diesem Gegenwind und dem entsprechenden Gegenstrom (und den Wellen) bleiben wir lieber hier als uns übers Meer zu kämpfen.
Nach dem gemütlichen Morgen spazierten wir ums Schloss Kronborg und schauten es uns auch von innen an, zumindest das, was man als Tourist anschauen darf/soll. Eindrücklich war der «Ballsaal», die Aussicht vom Kanonenturm, die Wohnung des Königs mit den «Büroarbeitsplätzen» seiner Regierung, und auch die dunklen, kalten unterirdischen Gänge (Kasematten), wo die Soldaten untergebracht waren. Mehr zum Schloss unten mit dem Link.
Nach einem Kaffee/Kuchen im Kulturværftet (ehemalige Werft, heute Kulturzentrum der Stadt) spazierten wir im starken Gegenwind zurück zum Boot. Wir nahmen das undichte Fenster über der Küche auseinander und dichteten es neu mit Silikon ab. Jetzt trocknet es. Morgen können wir es wieder montieren. Zwischenzeitlich schützt eine Abdeckung innen und aussen vor Auskühlung des Salons.


Das Bild von gestern galt auch für heute: Blick nach Norden von Helsingør zum stürmischen Kattegat.

Helsingør - Helsingør, 0 sm.

Wetter: NW6-7, leicht bewölkt, viel Sonne.

Starkwind im Hafen

Bereits in der Nacht wurde der Wind noch stärker und blies auch den ganzen Tag mit 6-7 bft. Das Boot lag etwas schräg in den gespannten Festmachern, obwohl der Wind fast von vorne kam, und es war recht laut. Die Gischt spritzte fast regelmässig über die Nordmole in den Hafen. Die grosse Motoryacht neben uns gab uns aber etwas Windschatten (und am Abend auch Sonnenschatten). Heute sahen wir kein Boot auslaufen und es kam auch keines in den Hafen, nur zwei frisch eingewasserte Schiffe wurden an ihren Platz verlegt.
Nach dem Kaffee mussten wir die gestrige Silikontätigkeit am Fenster noch etwas nachbearbeiten. Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang in die Stadt. Dort war es merklich wärmer und weniger stürmisch.


Ausflug nach Helsingborg: Järnvägsgatan (Bahnhofstrasse) und das Stadthaus mit dem Turm.

Helsingør - Helsingør, 0 sm.

Wetter: immer noch starke N-Winde und Schaumkronenwellen, meist sonnig.

Fährenausflug nach Schweden

Am Morgen kämpften wir mit dem neu eingeklebten Fenster. Die Demontage war markant einfacher, der Zusammenbau bzw. die Befestigung wieder im Fensterrahmen war sehr knifflig und aufwendig und benötigte alle vier Hände. Den Dichtigkeitstest lassen wir später machen. Da die Fensterreparatur so lange dauerte, beschlossen wir, nochmals hier zu bleiben.
Nach dem Mittagessen fuhren wir mit der Personenfähre in 25 Min. nach Helsingborg in Schweden hinüber. Wir schauten uns den Gästehafen an (es hat hier mehr Platz als in Helsingör). Dann spazierten wir durch die Innenstadt zum Stortorget und stiegen zum Park beim mittelalterlichen Turm Kärnan hinauf. Die moderne, grössere Stadt ist doch ganz anderes, als die auf der anderen Seite des Øresunds in Dänemark.
Bei der Rückfahrt mit der Fähre schaukelte es tüchtig, und beim Blick auf das Kattegat sahen wir auch die Schaumkronen der Wellen. Zurück auf dem Schiff pfiff es immer noch im Rigg, wenigstens nicht mehr so laut und aufdringlich wie gestern. Für eine kurze Zeit konnten wir noch die gespeicherte Sonnenwärme unter der Kuchenbude geniessen.


Im sehr urbanen Nordhafen der Stadt Helsingborg, aber weit weg von einer Strasse.

Helsingør - Helsingborg, 3 sm.

Wetter: N4, leicht bewölkt, am Nachmittag etwas Regen, dann sonnig.

Querung Øresund

Wir brauchten einen Hafenwechsel. So lösten wir die Festmacher, mehr als gewöhnlich wegen dem Starkwind auch die Leinen mit den Gummipuffern, und tuckerten aus der Marina. Draussen genügte das gereffte Genua, um über den Sund zu segeln. Kurz erreichten wir sogar 7 Knoten. Ein Tanker fuhr knapp hinter uns durch.
Schon waren wir da. Es waren noch viele Gästeplätze frei und wir konnten uns einen aussuchen, längs an der Holzpier, wo die Leute flanieren. Ob wir nicht am Spektakel in Basel wären, wurden wir gefragt (am Schiff Schweizerflagge und Basel als Heimathafen vs. heutiges ESC-Festival in Basel).
Wir spazierten nochmals durch das Zentrum der heute sehr belebten Stadt, genossen die schöne Dusche hier (geheizt!) und verbrachten einen gemütlichen Abend.


Velofahren in Schweden (hier in Helsingborg) ist ein Genuss.

Helsingborg - Helsingborg, 0 sm.

Wetter: N4, anfangs sonnig, dann bewölkt, abends Nieselregen.

Zwei Velotouren um Helsingborg

Heute schliefen wir etwas länger! Wir hatten beschlossen nochmals hier zu bleiben.
Am späteren Vormittag fuhren wir mit den Velos nach Råå zum Fischerhafen südlich von Helsingborg. Die Velostrassen, ja oft mit Mittellinie, sind hier sehr angenehm zu fahren. Allerdings nicht immer so leicht zu finden, die Wegweiser fehlen öfters (oder wir verpassen sie nur). Die dunklen Wolken zogen auf und wir machten uns auf den Rückweg. Die Route führte entlang der riesigen Industriegebiete, Helsingborg ist einer der grössten schwedischen Hochseehäfen. Es tröpfelte etwas, als wir wieder beim Boot ankamen.
Erst am Nachmittag ging es zur zweiten Ausfahrt nach Norden, d.h. zuerst der Küste entlang gegen den Wind. Das Schloss Sofiero bei Laröd machte allerdings schon um 5 Uhr zu und in einer halben Stunde wollten wir uns da nicht durch hetzen. So spazierten wir durch den nahen Schlosswald (Naturschutzgebiet und Naherholungsgebiet von Helsingborg) und fuhren auf einer anderen Route übers Land bzw. Aussenquartiere der Stadt wieder zurück.
Am Abend regnete es etwas mehr, alles wurde nass, aber für den trockenen Boden hier müsste es länger und stärker regnen.


"stängt" - geschlossen. Viele Läden und Restaurants sind hier in Båstad noch nicht in der Saison angelangt.

Helsingborg - Båstad, 44 sm.

Wetter: N3-NNW4-NW5-WNW6, sonnig.

Weiter, immer weiter

Bei diesem nördlichen Wind mussten wir den Øresund hinauskreuzen, gleich zweimal mussten wir die Seestrasse überqueren. Aber es lief eigentlich ganz gut, so beschlossen wir, statt nach Gillelej in Dänemark gleich weiter nach Torekov in Schweden zu segeln, das wäre eigentlich das Ziel für morgen gewesen. Sobald wir die Halbinsel Kullen, der Abschluss des Øresunds, erreicht hatten, konnten wir ohne Wende im Kattegat nach NE segeln. Und bei diesem Wind ging das auch gut gerefft besonders schnell, ein wolkenloser Himmel liess uns das Segeln geniessen, auch wenn es tüchtig Wellen hatte. Bei Torekov schien es uns, dass es noch zu früh zum Aufhören war, wir segelten gleich noch einen Hafen weiter, nach Båstad. Es hat sich eindeutig gelohnt, in Helsingborg und Helsingör auf diese Verhältnisse zu warten.
Im Gästehafen schienen wir die einzigen Gäste zu sein, viele Plätze sind aber noch von grossen Motorbooten besetzt, die noch im Winterschlaf liegen. Ein kleiner Spaziergang durchs Städtchen liess das Schaukeln wieder vergehen. Das Städtchen hat eine Hauptstrasse mit Durchgangsverkehr, Läden, Kleider-Boutiquen und ein Restaurant am anderen, eine Kirche, den Hafen, eine Tennisarena (hier wird jährlich ein 250er-Turnier durchgeführt, letztes Jahr war auch Nadal hier) und sonst nur viele Einfamilienhäuser mit viel Umschwung.


Am Abend ist es windstill im Gästehafen von Varberg.

Båstad - Varberg, 47 sm.

Wetter: zuerst W2-3, später SW4 und SW3-4, am Schluss WSW2, aber immer wolkenfrei und sonnig.

Langes, aber gemütliches Segeln

Wieder frühes Aufstehen und Lossegeln, anfangs mit wenig Wind. Dann gabs etwas mehr Wind und es ging den ganzen Tag gemütlich mit Halbwind vorwärts, ziemlich direkt von Hafen zu Hafen mit Kurs 330°, allerdings recht weit weg von der Küste. Am Abend im Gästehafen hatte es dann gar keinen Wind mehr. Unterwegs sahen wir erst am Nachmittag wenige andere Segler. In Varberg kamen dann nach uns allerdings noch mehrere Boote in den Hafen. Morgen werden wir wegen Windmangel wohl hierbleiben, für morgen Abend und übermorgen hörten wir am Funk für das Kattegat eine Gale-Warnung.


Eingang zum Innenhof der Festung Varberg aus dem 16. Jahrhundert.

Varberg - Varberg, 0 sm.

Wetter: grau und trüb mit Nieselregen, schwache Winde aus allen Richtungen.

Kein Segelwetter

Das Tief genau über uns produzierte zuerst schwache Südwinde, später wurde es windstill, am Abend kam NE-Wind auf, der Vorläufer der angekündigten Starkwinde. Zum Segeln hatte es zu wenig Wind, und nördlich von uns wäre es Gegenwind gewesen, also eine gute Gelegenheit zum verdienten Pausieren.
Am Morgen spazierten wir in die Stadt und staunten über die vielen Coiffeurs und Schuhläden, wurden dann aber nass wegen des Nieselregens. Eigentlich wollten wir eine kleine Velotour nach Grimeton machen, dort steht der Navtex- und der lokale VHF-Sender mit Museum (und ist UNESCO Weltkulturerbe), aber die Wetteraussichten hielten uns davon ab. Am Nachmittag besuchten wir die Festung von Varberg und schauten uns das Äussere an. Es ist kein Schloss, auch keine Burgruine, sondern eine Festung aus dem 16. Jahrhundert, die aber später nicht wirklich gebraucht wurde. Wie üblich ist es nun ein Museum mit Café und eine Jugendherberge.


Diesen künstlichen Seevögeln am Hafen von Varberg macht das Sch...wetter nichts aus.

Varberg - Varberg, 0 sm.

Wetter: grau und trüb mit Nieselregen und starkem NE, sehr kalt.

Abwettern

Heute ist keines der Segelschiffe ausgefahren. Der Starkwind produzierte gar im Hafen Schaumkronen. Heute brauchten wir die Heizung wirklich, im Wetterbericht stand 6°C und gefühlte minus 1°C.
Vor dem Mittag spazierten wir in einer Regenpause in die Stadt zum Einkaufen, am Nachmittag blieben wir auf dem Boot und machten es uns gemütlich. Manchmal drückte die Sonne etwas durch und wärmte unser Cockpit unter der Kuchenbude, aber ausserhalb war es wirklich garstig, kalt, windig, feucht.


Im Gästehafen von Varberg sehen wir den Regenbogen nach einem Regenschauer.

Varberg - Varberg, 0 sm.

Wetter: grau und trüb mit Regenschauern und NW, am Nachmittag wenige Sonnenstrahlen, immer noch sehr kalt.

Den besseren Wind hat es morgen

Eigentlich hatten wir am Vorabend beschlossen, nochmals einen Tag hierzubleiben. Als aber einige der Segler losfuhren, wurden wir unsicher. Wir schauten nochmals die Wetterberichte genau an: Den ganzen Tag Regenschauer mit schwachem Wind aus NW, d.h. aufkreuzen bei diesem Wetter. Morgen soll es SW geben und 6 Std. Sonne, ausser der Temperatur ist das viel idealer und «genussvoller» für die vorgesehene Etappe.
Am Nachmittag während einer Regenpause gingen wir nochmals ins Zentrum. Und der Hafenmeister sagte uns auch, wo die Waschmaschine steht, das war nirgends angeschrieben. Also gab es nochmals einen guten Grund zum Hierbleiben. Am Abend, mitten in einem heftigen Regenschauer, kam noch ein norwegisches Boot, so sind wir nun 5 Segelboote.


Das Dorf Donsö, ein Aussenquartier von Göteborg, liegt auf einer felsigen Insel mitten im Schärengarten.

Varberg - Donsö (Göteborg), 37 sm.

Wetter: SW-S 4-5, meist sonnig, am Nachmittag Regenschauer.

Schöner Segeltag

Wir liessen uns wieder vom Wecker wecken, um dann gegen 8.30 Uhr abzulegen.
Der satte Wind trieb uns schnell zum heutigen Ziel: Donsö. Es war heute gar nicht so kalt mit der Sonne, die ins Cockpit schien. Und Regina war so richtig schnell, sogar bis 8.5 Knoten, trotz Reff. Es hat sich gelohnt, die guten Verhältnisse abzuwarten.
Die Insel im Schärengarten von Göteborg kennen wir ja schon, trotzdem spazierten wir durch den Ort und zum Fährenhafen. Eigentlich wollten wir den kleinen Hügel besteigen, aber anscheinend ist dort alles privat, oder wir fanden den Weg nicht. Es wirkt alles hier noch fast wie im Winterschlaf. Und auch die Vegetation ist immer noch wie im frühen Frühling, Flieder und Kastanien blühen, die Schlüsselblumen in einem Garten sind gerade verblüht.
Im Sommer ist hier sicher mehr los. Immerhin, es ist noch hell jetzt um 22:30 Uhr.


Am einsamen Gästesteg in Donsö, auf der anderen Hafenseite das Fährenterminal.

Donsö (Göteborg) - Donsö (Göteborg), 0 sm.

Wetter: ganzer Tag Regen und Starkwind aus SE und S.

Abwettern mit Besuch an Bord

Heute regnete praktisch ununterbrochen. Bis jetzt hat es nie geklappt, Freunde oder Bekannte unterwegs zu treffen, obwohl öfters Leute aus der Schweiz in unserer Nähe waren. Doch heute kam Besuch: Miro mit Familie, die auch hier auf der Insel waren und in Schweden leben. Und der Bootsnachbar gegenüber passte gut auf und sprach den fremden Besucher an, als er aufs Boot stieg!
Eigentlich wollten wir mit der Fähre nach Göteborg. Aber Stadtbesuch bei diesem Regenwetter? Die Lust dazu war uns vergangen. Ausserdem waren wir ja schon 2x dort.
Im Marina-Restaurant gibt es nur bis 15 Uhr Essen, abends nur Pizza. So blieben wir auf dem Boot und kochten, wie meistens, selber. Und da es auch kein Spaziergangwetter war, konnten einige Bilder für die künftigen Alben der Segelreise bearbeitet werden.


 

Das ist der Text in der Fusszeile.